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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 266

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 266 (sequence 266)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 266 — Nun haben wir es auch jetzt auf dem Papier wenigstens organisiert. Ich kann Ihnen sagen: „M a s o 1 To w." Die jüdische Gesellschaft der Aerzte und Naturforscher für die Förderung des Sanitätswesens in Palästina ist neugeboren und schon vier Tage alt. Wir haben auch schon einen Schatzmeister (Dr. Hildesheimer), welcher schon einige Mark in der Kasse hat. Wir bezahlen meinen Beitrag von 6 M. jährlich und wollen das weiter fortsetzen. Wir nehmen kleinere und größere Arbeiten in Aussicht: es sind nämlich die Wasser- und Kanalisationsfrage, die Schaffung einer medizinischen Bibliothek, die Unterstützung der Gründung des hygienischen Instituts, die Veranstaltung von Fortbildungskursen für die palästinensischen Aerzte in Aussicht genommen, ja, wir wagen sogar, an die eventuelle Möglichkeit der Gründung einer jüdischen medizinischen Akademie in der Türkei zu denken. Auf solche Weise wollen wir jüdische Aerzte ausbilden, welche der Fahne ihres Volkes treu bleiben. Bis jetzt hieß es, ein Doktor in der Türkei sei fast einem „Meschamod" gleich. Ordentliches (Mitglied kann jeder Arzt, Mediziner und Akademischer Naturforscher sein, welcher 6 M. jährlich an das Palestinaressort bezahlt, und wir wollen mit dem Naturforscher-Verein in Palästina und mit der Palästina-Forschungskommission Hand in Hand arbeiten. Als außerordentliche Mitglieder nehmen wir alle Juden an, auch Geheime und besonders Kommerzienräte — Sie können uns außerordentlich nützlich sein. In dem Palästinaressort in Berlin wird sich auch unser Bureau befinden (mit dem Sekretär Dr. Feigenbaum). Die Organisation der russischen Aerzte habe ich übernommen. Ich bitte die Herren Kollegen und die Herren Laien, jeder in seinem Lande tätig zu sein und sich mit dem Palästinaressort in Berlin in Fühlung zu setzen. Auch die geehrten „M israchisten" lade ich zu unserer Arbeit kollegial ein. In unserer medizinischen Akademie werden wir gewiß nicht mechalel sabbat sein. Um nicht lediglich als Bittender und mit bloßen Plänen zu kommen, wäll ich, wenn Sie meinen Vorschlag mit Ihrem- Beifall stempeln werden, die Auslagen des ersten Jahres, wenn sie durch die Mitgliedsbeiträge nicht gedeckt werden würden, bis zu 1000 Frcs. auf mich übernehmen, damit wir uns organisieren können. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich bitte Sie also alle, uns mit ihrem „Kopf e", mit Ihrem „Herze n" und mit Ihrer „Tasch e" behilflich zu sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Also auf zur hygienischen Arbeit! (Lebh. Beifall.) Vizepräsident Dt. Bodenheimer: Das Wort hat der Del. Foner. Del. Foner schildert in Jargon die unzulänglichen Zustände linv sichtlich der Landparzdlierung in Palästina. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Sie hören, daß der Kongreß mit Aufmerksamkeit zuhört. Aber das sind Dinge, die im Palästinaausschusse •eingehend erörtert wurden. Die Frage beschäftigt das Palästinaamt, das Nationalfond-Direktorium und das Palästinaressort seit mehreren Jahren. Es hat keinen Zweck, daß Sie die Zustände, die gewiß noch unzulänglich sind, hier schildern. Wir kennen die Schwierigkeiten, die in dieser Richtung existieren und sind bemüht, sie zu beseitigen. Wenn wir eine .große Landparzellierungsgesellschaft haben, wie die P. L. D. C, die wirksam arbeiten kann, dann werden diese Schwierigkeiten aufhören. Ich bitte, sich daher kurz zu fassen.

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