Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 254)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476274--3799-3479941- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 254 — übergeben werden sollen, welche sich mit der Feststellung der Geschäftsordnung befaßt. Del. Dr. Tchlenow (übersetzt diese Bemerkung in das Russische). Del. Dr. Mossinsohn (übersetzt sie ins Hebräische). Del. Israel Cohen (übersetzt in das Englische). Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Und noch eine Bemerkung: Es ist selbstverständlich, daß die En-bloc-Annahme sich versteht mit den Aenderungen, welche die Permanenzkommission hier vorgeschlagen hat. Ist das verstanden worden? (Allseitige Rufe: Gewiß!) Wir kommen also zur Abstimmung. Wer für die En-bloc-Annahme des Statuts mit den von der Permanenzkommission vorgeschlagenen Aenderungen ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Der Antrag ist angenommen. Zwischenruf: Das ist eine Schande!) Ich lasse hier keine Beleidigung des Kongresses zu. Ich bitte den Delegierten, welcher den Zwischenruf gemacht hat, derartige Aeußerungen zu unterlassen! Ich rufe ihn zur Ordnung! (Zwischenrufe.) Ich bin noch nicht fertig mit meiner Mitteilung. Können Sie sich denn nicht daran gewöhnen, den Präsidenten in Ruhe anzuhören? Der Antrag ist mit 143 Stimmen gegen 79 Stimmen angenommen. Damit, geehrter Kongreß, ist eine für unsere Bewegung außerordentlich wichtige Frage für diesen Kongreß erledigt. Jetzt kommt eine Frage, die ebenfalls von großer Wichtigkeit ist, die Frage, wie wir die Geschäftsordnung des Kongresses erledigen. Ich glaube, daß die Herren, die sich eben nicht beruhigen konnten, ein größeres Interesse noch an der Geschäftsordnung haben, wie an dem Organisationsstatute. Es ist vorgeschlagen worden, es möge eine Kommission gewählt werden, welche die Geschäftsordnung durchberät und dem Kongresse Bericht erstattet, auf Grund dessen dann heute abend oder morgen früh im Kongresse die Abstimmung zu erfolgen habe. Es sind nur zwei Wege möglich: Entweder übergeben Sie diese Sache der bestehenden Organisationskommission, die Sie vor einigen Tagen gewählt haben (Zustimmung), oder aber Sie übergeben eine Liste, die Sie vorschlagen, dem Permanenzausschusse, der diese Kommission zusammenstellt. Es gibt allerdings noch einen dritten Weg, nämlich den, daß die Redner, die sich zu dieser Frage zum Worte gemeldet haben oder noch zum Worte melden, zusammentreten und eine siebengliedrige Kommission wählen; Ich lasse über diese drei Arten hier abstimmen. Del. Dr. Rosenfeld: Das sind Ihre Anträge, aber .... Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Herr Dr. Rosenfeld, das sind nicht meine Anträge, sondern das sind Vorschläge des Präsidiums. Del. Dr. Rosenfeld: Die Delegierten haben doch aber auch das Recht, Anträge zu stellen. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Gewiß, ich bitte zu sprechen. Del. Dr. M. Rosenfeld: Ich stelle den Antrag, daß über die Geschäftsordnung eine kurze 'Generaldebatte geführt werde, und daß sodann die eventuellen Anträge einer Kommission übergeben werden, weil unter ihnen auch solche wichtiger Natur sind, über die wir uns aussprechen wollen, z. B. die Sprache des Kongresses. Ich möchte die Herren bitten, über diesen Punkt nicht so leicht hinwegzugehen. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Meine Damen und Herren! Wenn sich Widersprüche gegen die Erledigung erheben, so sind wir jetzt nicht in der Lage, diese Frage zu entscheiden, denn eine neue Debatte lasse ich jetzt nicht zu. Ich mache Ihnen den Vorschlag, wir erledigen diesen Punkt zu Beginn der nächsten Sitzung. Ich bitte die Herren, welche sich zum Worte gemeldet haben und welche positive Anträge haben,