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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 233

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 233 (sequence 233)
Language
German, English, Hebrew
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— 233 — Fräulein Schach schlägt folgende Resolution vor: (wiederholt den Antrag). Der erste Satz ist wohl überflüssig. Sie müssen den Antrag ändern. Der Antrag ist für die Frauenversammlung, die Sie abgehalten haben, aber nicht für den -Kongreß abgefaßt. Ich glaube, es wird heißen müssen: „Der Kongreß hält die Zusammenfassung der zionistischen Frauenvereine und die Errichtung einer offiziellen Zentralstelle für zionistische Frauenarbeit für dringend wünschenswert." Sind Sie damit einverstanden? (Frl. Schach: Ja.) Das Wort hat nunmehr zur Geschäftsordnung Herr Schachtel. Del. Schachtel: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir sind, soviel mir bekannt ist, in der Tagesordnung des Kongresses ziemlich im Rückstände. Anderseits hat aber Frl. Prof. Schach uns die Frage der Frauenarbeit in sehr interessanter und geistreicher Weise, die die Sache sehr erschöpft hat, behandelt, so daß ich glaube, daß es nur die Wirkung des Referates vermindern würde, wenn wir jetzt in eine lange Diskussion darüber eintreten würden. (Lebhafte Zustimmung.) Ich beantrage daher, daß wir in keine Diskussion darüber eintreten, sondern sofort und möglichst einstimmig die von Frl. Schach vorgeschlagene Resolution annehmen. Ich hoffe, daß Sie darin nicht eine Mißachtung der Frauenarbeit erblicken werden. Ich glaube, kein Zionist wird die Frauenarbeit im Zionismus vermissen wollen. Wir haben auch als erste in unserer Organisation den Frauen vollständig gleiche Rechte gegeben, und ich glaube, daß wir auch in diesem Punkte, nach dem alten Satze, der uns so oft zugerufen wurde, handeln sollen: Weniger reden und mehr arbeiten! (Lebhafte Zustimmung.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Es ist der Antrag gestellt worden, daß die Debatte geschlossen werde; dazu ist eine Dreiviertelmajorität erforderlich. Ich bittej jetzt, die Mittelgänge freizustellen. Wer für den Antrag des Herrn Schachtel auf Schluß der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner ist, bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist fast einstimmig angenommen. (Lebhafter Beifall.) Ich komme jetzt zur Abstimmung über die Resolution von Frl. Prof. Schach. Wer für die Annahme der Resolution ist, bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Dieser Antrag ist einstimmig angenommen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) . Es liegt noch ein Antrag von Frau Prof. G o 11 h e i 1 vor, auf Veröffentlichung der Ansprache von Frl. Prof. Schach. Dieser Antrag wird am besten vom Bureau erledigt, denn alle diese Referate werden doch veröffentlicht. Del. Trietsch: Ich bitte noch um das Wort zur Frauenfrage. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Die Debatte ist hierüber bereits geschlossen. Ich kann Ihnen das Wort nicht mehr dazu erteilen. Del. Trietsch (ruft): Der Präsident versteht nicht die Geschäfte zu leiten. (Große Unruhe.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Herr Trietsch, ich rufe Sie zur Ordnung. Sie haben nicht das Recht, zu sagen, daß der Präsident nicht fähig sei, die Geschäfte zu führen. Ich glaube, daß der Kongreß darüber ein anderes Urteil hat als Sie! (Lebhafte Zustimmung.) Im übrigen will ich den Kongreß befragen. Wer dafür ist, daß Herr Trietsch das Wort zu dieser bereits abgeschlossenen Debatte bekommt (Del. Trietsch: Nein, bloß zur Stellung eines Antrages!) — also zur Stellung eines Antrages, der die Frauenarbeit betrifft, bitte ich, die Hand

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