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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · page 219

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 219)
Language
German, English, Hebrew
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V. Tag Montag, 14. August 1911 VORMITTAGS-SITZUNG Beginn: 10 Uhr 20 Minuten. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich eröffne die Sitzung und erteile das Wort Herrn Dr. Rosenblüth zur Verlesung des Einlaufes. Sekretär Dr. Rosenblüth verliest eine Reihe von Begrüßungen, von denen besonders etwa 50 Telegramme aus Proßnitz wegen ihrer großen Anzahl mit lebhaftem Beifall aufgenommen werden. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich erteile nun Fräulein Prof. Mirjam Schach das Wort zur Erstattung ihres Referates über die zionistische Frauenarbeit. Referentin Fräulein Schach: Hoher Kongreß! Mir ist eine sehr ehrenvolle, aber bedenkliche Aufgabe geworden, und ich muß Sie von vornherein um Ihre Nachsicht bitten, wenn ich dieser Aufgabe nicht gewachsen bin. Ein Bericht über zionistische Frauenarbeit müßte sachgemäß......(Rufe: Lauter!) Warten Sie, bis ich böse bin, dann werde ich schon schreien. (Heiterkeit.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich bitte um striktestes Silentium. Sie hören, Fräulein Schach kann mit ihrer Stimme sonst nicht durchdringen. Referentin Fräulein Schach (fortfahrend): Ein Bericht über zionistische Frauenarbeit müßte sachgemäß an das Bestehende anknüpfen, ein Bild entwerfen von dem, was bereits geschaffen worden ist, und erst nachdem die Vorzüge und Mängel der geleisteten Arbeit beleuchtet worden wären, dürfte er wohl zum weiteren Ausbau schreiten. Meine Herren und Damen! Dieser Teil des Berichtes, der eine reale Unterlage geboten hätte, mußte leider wegfallen. Es ist sehr wenig von den Frauen im Zionismus geleistet worden und das Wenige ist so zerstreut und zersplittert, daß eine UebersiCht, geschweige denn eine Kontrolle darüber zu gewinnen, rein unmöglich war. Nun tritt aber anstatt des Weggefallenen die Frage, warum ist so wenig geschehen, so wenig nicht nur im Verhältnisse zu unserer großen Sache — was ja wohl auch auf unsere Brüder Beziehung haben könnte — sondern auch so wenig im Verhältnisse zu unserer Zahl, zu unserem Vermögen

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