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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 133

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 133 (sequence 133)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 133 - Person die Meinung aus, daß ich mich vor einer Besteuerung des N. F. nicht fürchte (Zustimmung). Ich bin mit dem N. F. auf das engste verquickt und es kränkt mich, wenn ich in einem Monat sehe, daß die Ergebnisse auch nur um eine Krone, zunächst in dem mir anvertrauten Lande, gesunken sind, aber ich kenne die Organisation, ich weiß, daß an allen Stellen Ortskommissäre, welche erprobte Zionisten sind, stehen, und wenn der Kongreß beschließt, es sei soundso viel vom N. F. abzuziehen, so wird dies Gebot den Ortskommissär in seinem Pflichteiter in keiner Weise berühren. (Zwischenrufe.) Darum werden die Bruttoeingänge auch nicht sinken. Im Gegenteil, auch ich bin der Meinung, die Spenden für den N. F. werden eher steigen, weil man wird verhindern wollen, daß die Spenden für den N. F. in ihrem R e i n ergebnisse zurückbleiben. Es wurde ferner das Gegenargument vorgebracht, der Schekel werde darunter leiden, wenn es die Organisation so bequem habe, durch Abzüge beim N. F. das nötige Geld hereinzubringen. Nun möchte ich Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, daß in dem neuen Organisationsstatute eine ganze Anzahl von Stimulantien zur Erhöhung des Schekels vorgesehen sind. Es sind dies zunächst die jährliche Zahlung des Schekels, ferner ist die Anzahl der Mitglieder des Permanenzausschusses von der Anzahl der Kongreßmandate abhängig, sodann ist die Anzahl der Mitglieder des Zentralausschusses von der Anzahl der Schekelzahler abhängig. Und wenn schon wirklich ein Rückgang der Schekel eintreten sollte, ich für meine Person wäre dankbar, wenn Schekel nur von lauter erprobten Zionisten gezahlt würden. (Zustimmung.) Herr Dr. Bodenheimer hat gesagt, wir sollten auf Imponderabilien Rücksicht nehmen. Ich möchte dieser Anschauung Folge leisten, indem ich sage: Wenn man einen schlechten Eindruck fürchtet von der Besteuerung des N. F., so möge man den glimpflichsten Weg wählen und den Antrag des Herrn T r i e t s c h vom verigen Kongresse annehmen, nicht von den neuen Einnahmen Gelder zu nehmen, sondern nur von den Zinsen. Das würde doch auf die Phantasie der Spender keinen lähmenden Einfluß ausüben können. Dann würde ich beantragen, die Besteuerung des N. F. nur als ein Provisorium bis zum nächsten Kongresse zu beschließen. Ich überlasse es dem Präsidium des Kongresses, diese meine Anträge als Anregung der Finanzkommission zu unterbreiten, welche diesbezüglich ihr endgültiges Wort sprechen wird. Aber alle jene, die, gleich mir, aus tiefstem Herzen, aus Not und Verzweiflung die neue Leitung herbeisehnen, möchte ich beschwören, diese neue Leitung nicht ohne Mittel zu lassen. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich habe jetzt einige Mitteilungen zur Kenntnis zu bringen und bitte Sie, dieselben mit der größten Ruhe anzuhören, damit nicht nachher wieder Fragen gestellt werden müssen, wo diese oder jene Landsmannschaft, diese oder jene Kommission zusammentritt. Ich bitte alle Anwesenden, sich die entsprechenden Notizen zu machen. Die Ordner versammeln sich eine Stunde vor Beginn der Nachmittagssitzung im Kongreßbureau. Die russische Landsmannschaft versammelt sich um 2i'-> Uhr in ihrem Saale. Die Palästina-Kommission hält eine Sitzung um 3 Uhr nachmittags im Saale des A. C. ab. Die Zentralstelle für Frauenarbeit hält um 3 Uhr nachmittags im Saale gegenüber der Post eine Sitzung ab. Zionistische Damen, Delegierte und Nichtdelegierte, sind freundlichst gebeten, sich recht zahlreich zu dieser Versammlung einzufinden. Eine Versammlung russischer Studenten findet morgen früh 9 Uhr in der Falkenstraße 35 statt.

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