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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 119

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 119 (sequence 119)
Language
German, English, Hebrew
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— 119 - daß wir dann einen Jahresertrag von über 12 Millionen Mark erzielen könnten, dann haben Sie einen Begriff davon. Und dieser Jahresertrag ergäbe immer nur erst einen Beitrag von einer Mark für den Kopf der jüdischen Bevölkerung der Welt. Kein inneres Hindernis steht der Erreichung dieses Zieles entgegen. Dann würde aber auch das türkische Volk einsehen, welchen Nutzen die zionistische Bewegung dem osmanischen Reiche bringen kann, da wir dann auch tatsächlich in der Lage wären, die menschenarmen und brachliegenden Länderstrecken Syriens und Palästinas in Valeur zu setzen und mit friedliebenden und fleißigen Menschen zu besiedeln. Hoffen wir, daß dieser Zeitpunkt nahe ist und auch die gereiften Männer und Frauen unter uns ihn erleben mögen. Dann sind, wenn »ein gehobener Ton mir an diesem Jubiläumskongreß auch in einem sachlich trockenen Geschäftsbericht erlaubt ist, Talsperren, Oelbaumwälder, Gartenstädte, Hafenanlagen, Museen und Hochschulen kein Gebild der Phantasie, Iceine Fata Morgana mehr, sondern in greifbare Nähe gerückt. Die zionistischen Maurer haben aber dann an einem ewigen Denkmal für das jüdische Volk gebaut, und es kann alle Mitarbeiter an diesem Werk, wenn es einmal vollendet ist, das Hochgefühl von Goethes Faust erfüllen, und sie können dann mit ihm erklären: Es wird die Spur von .unseren Erdentagen nicht in Aeonen untergehen. (Stürmischer, langandauernder, sich immer wieder erneuernder Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Tschlenow: Ich habe Ihnen einige Mitteilungen zu machen: Die in Basel anwesenden Antwerpener Zionisten tragen Herrn Präsidenten Wolffsohn in das Goldene Buch ein. (Beifall.) Die holländische Landsmannschaft und die anwesenden Holländer tragen das Mitglied des E. A. C, Herrn Jacobus Kann, in das Goldene Buch ein. (Beifall.) — Die russischen Zionisten tragen die Herren J. L. Goldberg, Temkin, Dr. Kohan-Bernstein, Dr. Tschlenow und M. Uss i s c h k i n zur Feier ihrer 30 jährigen Arbeit im Dienste des Zionismus in das Goldene Buch ein. (Beifall.) Der Permanenzausschuß tritt sofort zusammen. Das Wort hat der Vorsitzende des Direktoriums des J. C. T., Herr Dr. K a t z e n e 1 s o hn. (Lebhafter Beifall.) Berichterstatter Dr. Katzenelsohn: Hoher Kongreß! Auf dem neunten Kongreß in Hamburg ist zum erstenmal ein Bankreferat erstattet worden. Es waren damals besondere Verhältnisse, die dies veranlaßten. Während des Kongresses konnte nämlich keine Generalversammlung der Bank stattfinden, deshalb war ein Kongreßreferat über die Tätigkeit der Banknotwendig. In diesem Jahre sind wir in einer besseren Lage; wir haben am Montag die Generalversammlung, wo über alle Angelegenheiten der Bank gesprochen werden kann. Daher wäre jetzt eigentlich ein Bericht überhaupt nicht nötig; ich erstatte einen solchen ganz kurz aber doch, weil das Leben unserer Banken mit den palästinensischen Verhältnissen so eng verknüpft und verbunden ist, und die Banken ein so wichtiger Faktor für Palästina geworden sind, daß es absolut notwendig ist, auch vom rein zionistischen Standpunkte aus hier auf dem Kongresse ein Referat über die Bank zu halten. Ich werde mich bemühen, möglichst leurz zu sein, umsomehr, als Sie ja die Abrechnungen hier im Berichte haben und wir, wie gesagt, die Möglichkeit haben werden, anläßlich der Generalversammlung auf alles zurückzukommen. Namentlich über den I. C. T. werden wir am Montag eingehend verhandeln. Nur ein paar Daten aus dem Bericht, den Sie inzwischen in Händen haben. Im Jahre 1909 betrugen die Umsätze des I. C. T. 8 Millionen Pfund, 1910 dagegen 91/2 Millionen. Bruttowie Netto-Gewinn waren relativ

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