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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 60

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 60 (sequence 60)
Language
German, English, Hebrew
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— 60 — gewährleistet, daß eine kleine Anzahl, ein Drittel, jederzeit die Einberufung einer Sitzung verlangen kann, und ich glaube, es wird auch sehr gut sein, wenn das große A. C. in Zukunft, genau so, wie wir es hier auf dem Kongreß machen, einen besonderen Präsidenten für seine Sitzungen wählt. Wir wollen aber nicht, daß das A. C. zum größern Teil sich aus Männern zusammensetzt, die der Kongreß nicht wählt. Die Zusammensetzung des großen A. C. aus Vertretern der Landsmannschaften, dieser HerzI sehe Gedanke, geht freilich nicht mehr an, dazu sind wir zu sehr gewachsen. Wir müssen Männer hineinwählen, denen ihr Wohnsitz und ihr Geschäft gestattet, mindestens alle zwei Monate einmal zu einer Sitzung zusammenzukommen. Glücklicherweise sind wir in der Lage, solche Männer zu finden und ich glaube, daß an diesem Punkte die Neuordnung der Organisation nicht scheitern wird. In unseren Debatten, geehrter Kongreß, ist dann auch vielfach die Rede gewesen von der Ordnung unserer Finanzen. Auf sie gehe ich in der Generaldebatte nicht ein. Nur eins: Sie können das schönste E. A. C. schaffen, die besten Männer einsetzen: wenn Sie ihnen kein Geld geben und sie zwingen, einen großen Teil ihrer Tätigkeit damit zu verbringen, daß sie Geld schaffen für die Parteileitung, dann können sie keine positive Arbeit leisten; und deshalb muß die Defizitwirtschaft beseitigt werden. Ich glaube nicht zuviel zu sagen, wenn ich behaupte, daß der Gedanke der Besteuerung des N. F. immer mehr Anhänger gefunden hat (Zustimmung und Widerspruch); und wir tun dem N. F. kein Unrecht, denn wir haben ihn geschaffen, uns gehört er, der Kongreß hat darüber zu bestimmen und nicht irgendein anderer. (Zustimmung.) Der Kongreß soll das Budget festsetzen, natürlich in sehr großem Rahmen; aber dann müssen Sie auch dem E. A. C. das Geld zur Verfügung stellen, daß Sie ihm bewilligen, und ich glaube, auch dafür wird sich auf diesem Kongreß ein Weg finden lassen. Wir sind von Dr. H e r z 1 verwöhnt worden; aber wir wollen nicht auf den Standpunkt anderer jüdischer Organisationen herabsinken, die gezwungen sind, nur reiche Leute an ihre Spitze zu stellen. Sind wir eine demokratische und politische Partei, dann müssen wir Mann für Mann das Geld bringen. Dann haben wir auch das Recht, das E. A. C. so zu wählen, daß wir die Ansprüche stellen können, die wir zu stellen Gott sei Dank gewohnt sind. Das, hoher Kongreß, sind unsere Aufgaben. Wir haben viel von Personen gesprochen. Die Personenfrage ist wichtig und letzten Endes setzt sich eine Parteileitung aus Personen zusammen; aber das wichtigste ist, daß wrir uns in diesen Fragen wieder gewöhnen, ein Prinzip festzustellen. Dann werden wir nicht mehr erleben, daß jahrelang ständig gegen A und gegen B gesprochen und gekämpft wird. Unsere Bewegung ist nicht so, daß wir satt und zufrieden auf unsere Erfolge sehen. Aber wir dürfen uns im stillen Kämmerlein wohl sagen, daß wir in diesen Jahren vorwärts gekommen sind, daß der Kreis unserer Mitarbeiter sich vergrößert hat, daß jüngere Männer hervorgetreten sind, die wir vor zehn Jahren noch nicht gekannt haben, und daß die Personenfrage von Kongreß zu Kongreß weniger unangenehm werden wird. Halten wir diese Prinzipien fest und ich bin überzeugt, daß dann dieser Kongreß sich tatsächlich als der Anfang einer neuen Entwicklung darstellen wird. (Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Stand: Um Mißverständnissen vorzubeugen, muß ich noch einmal erklären, daß der Permanenz-Ausschuß nicht heute, sondern morgen früh um 9 Uhr sich versammelt. Zu einer Erklärung hat das Wort Herr Del. Dr. Feiice Ravenna. Del. Dr. Feiice Ravenna: Meine Damen und Herren! (Unruhe.)

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