Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 460 (sequence 460)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
- Lod 1× ep/1045074
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— 460 — geschenkten Terrain für den Goldberghain noch die Orangenpflanzmig Gan Schmuel dem Nationalfonds durch Schenkung überwiesen: freilich ist dieser Garten noch für längere Zeit an eine private Erwerbsgesellschaft verpachtet. Von den beiden, dem Nationalfonds gehörenden Häusern in Jerusalem wurde das eine der Kunstgewerbeschule „BezaleF verpachtet, während das andere noch von einer amerikanischen Gesellschaft gepachtet ist. Nach Ablauf der Pacht besteht die Absicht, auch dieses Haus für die Bedürfnisse des Bezalel resp. des damit verbundenen Museums zu reservieren. Auch den Boden für das Hebräische Gymnasium m Jaffa hat der Nationalfonds angekauft, und wird auch dem Technikum sowie wahrscheinlich auch dem Hygienischen Institut den Boden zur Verfügung stellen. Die Darlehen dienen einerseits zur Beleihung der Häuser des Achuzath Baith, welche Häuserbau-Gesellschaft in Jaffa und Haifa neue Stadtviertel errichtet, sowie der Palestine Land Development Company, anderseits als Agrarkredit für kooperative Genossenschaften in den jüdischen Kolonien, besonders für Petach-Tikwah und Rechoboth, während der Rest für die beiden von dem Odessaer Komitee begründeten Kolonien Ain Gamm und Bir Jakob verwandt wurde. Die Olbaumspende Diese Institution hat sich über alle Erwartungen gut entwickelt, und wenn man sie noch auf dem letzten Kongreß als etwas ziemlich Bedeutungsloses hinstellte, so hat sie sich jetzt als ein vorzügliches Mittel herausgestellt, um Gelder für Palästinazwecke flüssig zu machen. Während auf dem letzten Kongreß erst die Hoffnung ausgesprochen wurde, bis Ende 1907 die 10 000 Bäume für den Herzlwald vollzählig zu machen, besitzt der Verein jetzt schon den Fonds für fast die dreifache Zahl von Bäumen. Nicht nur sind zwei große Baumschulen für Oliven jetzt angelegt, eine bei Beth Arif, nahe Lydda, eine zweite bei Hulda an der Eisenbahn Jaffa—Jerusalem, sondern es sind schon die Vorarbeiten vollendet, um Anfang 1910 auf dem Nationalfondsland in Hulda 3000 Ölbäume auf 300 Dunam, in Beth Arif 5000 Ölbäume auf 500 Dunam anzupflanzen. Bei Hulda wird in den nächsten Jahren der Herzlwald entstehen, 15000 Ölbäume umfassend ui\d mehrere Tausend andereFruchtbäume. Das schöne, im orientalischem Stil gehaltene Wirtschaftsgebäude ist von der Eisenbahn aus weithin sichtbar. Auch soll die Anhöhe gärtnerischen Schmuck und parkartige Ausstattung erhalten, und das ganze Terrain soll von breiten Alleen durchschnitten werden. Es sind dies an sich zwar unwirtschaftliche Ausgaben, die der Verein aber den Manen des großen Mannes, dessen Name der Wald und die Anlage trägt, schuldig zu sein glaubt.