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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 402

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 402 (sequence 402)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476272--3432-3479573
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— 402 — Vviina, der insbesondere durch die von ihm herausgegebene,, von Dr. Sapir begründete „Kopeken-Bibliothek" der Agitation geradezu unschätzbares Material lieferte. In dieser Bibliothek erschienen 13 Broschüren in hebräischer, jüdischer und russischer Sprache, in denen alle Fragen der Bewegung eingehend behandelt wurden, und die in kolossalen Auflagen zum Preise von 1 Kopeke das Stück zum Vertrieb gelangten. Die Broschüren der „Kopeken-Bibliothek" wurden übrigens auch von den nichtrussischen Organisationen sehr stark bezogen. Besondere Erwähnung verdient auch die in der sogenannten „Tatsprache" herausgegebene Broschüre über den Zionismus, die für die kaukasischen Bergjuden bestimmt ist. Diese Broschüre bildete neben einem zu gleicher Zeit erschienenen Gebetbuch überhaupt die erste Druckschrift in der Tatsprache, die mit hebräischen Lettern gedruckt ist. Augenblicklich ist auch eine Broschüre in grusinischer Sprache für die Juden in Grusien in Vorbereitung. Außer diesen Broschüren und Zirkularen verbreitete das Bureau in sehr großer Auflage eine Reihe von Flugblättern und Aufrufen für den Schekel, die Bankpropaganda usw. Die meisten dieser Flugblätter mußten in den drei Sprachen: Hebräisch, Jüdisch, Russisch erscheinen. Selbstverständlich wurde unter der schriftlichen die mündliche Propaganda nicht vernachlässigt. War sie in den ersten Jahren der Berichtsperiode etwas schwach, so wurde sie im zweiten Jahre um so belebter. Natürlich waren die Schwierigkeiten, die der schriftlichen Agitation entgegenstanden, für die mündliche noch fühlbarer. Hier waren nicht nur die äußern Umstände hinderlich, es fehlte auch an der genügend großen Anzahl Kräfte, um der außerordendlich starken Nachfrage entsprechen zu können. Von allen Seiten wurde betont, daß schriftliche Propaganda allein keineswegs ausreiche, und daß es zur Erhaltung der Organisation und zur Verbreitung der zionistischen Ideen unbedingt erforderlich sei, Wanderredner in großer Anzahl zu entsenden. Soweit die Kräfte und Mittel dazu vorhanden waren, wurde diesem Ersuchen entsprochen, und es wurde ein ausgedehnter Vortragsdienst eingerichtet, Versammlungstourneen unternommen usw. usw. Besonders hevorgehoben verdient die Tatsache zu werden, daß sich gerade für diese mühevolle und zeitraubende Arbeit unter den Vorstehern der russischen Organisation eine große Reihe freiwilliger Kräfte bereit fand. Auf diese Weise war es möglich, außer den Sekretären des Zentralbureaus 27 freiwillige Mitarbeiter regelmäßig an die verschiedensten Orte zu entsenden. Auch die Beauftragten des Odessaer Chowewe-Zion- Komitees stellten sich bereitwillig in den Dienst dieser Agitation.

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