Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 338 (sequence 338)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 338 — destens ein fünfgliedriges Kollegiuni darstellt. Wir haben gegen die Wahl des Präsidenten des E. A. C. aus der Mitte desselben keinen Einwand zu erheben. Wir sind der Meinung, daß mindestens 3 Mitglieder des E. A. C. an einem Orte wohnen müssen. Wir sind gleichfalls der Meinung, daß es der politische Moment und die Interessen der zionistischen Bewegung erheischen, daß der Sitz der Leitung in einem großen politischen Zentrum sich befindet; in diesem Falle in Berlin. Im übrigen wünschen wir, daß keine einzige Persönlichkeit, die eine bestimmte Sichtung vertritt und die für die Bewegung durch ihre Tatkraft und durch ihre Erfahrung wertvoll ist, aus dem E. A. C. ausgeschaltet wird. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Jean Fischer: Im Namen der belgischen Federation gebe ich die Erklärung ab, daß wir der Meinung sind, daß der Präsident vom Kongreß gewählt, und daß es Herr David Wolffsohn sein muß, da wir der Uberzeugung sind, daß wir in unserer ganzen Bewegung keinen Bessern als Präsident haben kommen, als wir ihn jetzt haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Wir schreiten zur Abstimmung. Es liegen zwei Anträge vor; sonst ist keiner hier eingereicht worden. Der erste Antrag ist bereits in drei Sprachen verlesen worden. Der zweite Antrag lautet: 1. Der Präsident des E. A. C. wird vom Kongreß gewählt. 2. Der Kongreß wählt Herrn Wolffsohn zum Präsidenten des E. A. C. Die Bureaus befinden sich am Wohnorte des Präsidenten." Ich bitte, diesen Antrag des Herrn Dr. Loewe ins Sussische zu übersetzen. Delegierter Mossinsohn gibt die russische Übersetzung.) Damit kein Irrtum entsteht, in welcher Weise die Abstimmung erfolgt, erkläre ich, selbstverständlich wird der Antrag der Permanenzkommission zuerst zur Abstimmung gebracht, und nur dann, wenn der Antrag keine Majorität findet, wird der zweite Antrag zur Abstimmung gebracht. Delegierter Israel Cohn (spricht englisch). Vizepräsident Dr.Bodenheimer: Bevor wir zur Abstimmung schreiten, gebe ich zur Abstimmung Herrn Dr. Loewe das Wort. Delegierter Dr. Heinrich Loewe: So schwer es uns wird, habe ich namens meiner Freunde die Erklärung abzugeben, daß wir nach den Erklärungen des Herrn Wolffsohn nicht in der Lage sind, so zu handeln, wie wir zu handeln uns für verpflichtet halten würden, wenn die Erklärungen unseres Präsidenten nicht vorlägen. Mit blutendem Herzen müssen wir es konstatieren, daß wir gern hier in anderin Sinne beschließen würden, daß" wir aber aus Gründen der Parteidisziplin, der Einheit des Zionismus, der weitern Arbeit im Zionismus, und vor allem auch aus Gründen des Gehorsams gegenüber dem Wunsch, den Herr Wolffsohn ausgesprochen hat, zwar nicht für den Antrag des Permanenzausschusses stimmen können, aber uns auch nicht entschließen können, dagegen zu stimmen, d. h. wir enthalten uns der Abstimmung. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich bitte, den Mittelgang vollständig frei zu stellen. Sie kennen den Antrag des Permanenzausschusses. Ich glaube, ich kann vorschlagen, über diesen Antrag im ganzen abzustimmen. (Kufe: Nein!) Also getrennt. (Zustimmung.) Ich lasse also über jeden Satz besonders abstimmen (liest): „Paragraph 23 des Organisationsstatuts, soll abgeändert werden und nunmehr lauten wie folgt: Das Exekutivorgan des Kongresses ist das von diesem für die Zeit bis zum nächsten Kongresse gewählte und nur ihm verantwortliche A. C. Es besteht aus mindestens 21 Mitgliedern." Bis hierher ist wohl ein Satz. Wer für diesen Antrag ist, bitteich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist angenommen. (Liest:) x