Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 305)
- Language
- German, English, Hebrew
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V. TAG Donnerstag, 30. Dezember 1909 NACHMITTAGS-SITZUNG BEGINN: 3:iM UHR Vizepräsident Dr. Tschlenow: Ich eröffne die Sitzung. Ich gestatte mir zuerst, einige Mitteilungen zu machen. Der pädagogische Kurs in Grodno sendet herzliche Grüße dem IX. Zionistenkongreß. (Lebhafter Beifall.) Die Zionistensynagoge Ohel Jakob in Lodz sendet 100 Rubel, um den IX. Kongreß ins Goldene Buch einzutragen. (Beifall.) Jetzt hat das Wort Herr Jakobus Kann. Herr Kann: Herr Cowen hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß ich geirrt habe, als ich sagte, daß Cowen von der P. L. D. C. gesagt hat daß ihr das Geld geschenkt werde. (Delegierter Cowen: Dies geht aus dem Briefe hervor!) Cowen hat von dieser Gesellschaft nicht behauptet, daß sie nicht auf geschäftlicher Basis stände. Ich habe jnich geirrt, Herrn Cowen trifft in dieser Beziehung keine Schuld, und ich möchte dies richtig stellen. Vizepräsident Dr. Tschlenow: Dies wurde also erledigt, jetzt hat Herr Dr. Bodenheimer das Wort zum Referate über die Organisation. Ich möchte aber bemerken, daß zwar 44 Redner eingetragen waren, aber daß unsere Liste mittlerweile verschwunden ist. Ich möchte daher kontrollieren, ob diejenigen, die bereits eingetragen waren, auch auf der neuen Liste sind. Wenn nicht, mögen sie sich wieder eintragen lassen. Referat über das örgamsationsstatut Berichterstatter Dr. Bodenhehner: Geehrter Kongreß! Ich werde Ihnen das Referat über die Organisationsfragen hier nicht mündlich erstatten. Die Zeit des Kongresses ist zu weit vorgeschritten, als daß wir uns jetzt noch explicite, eingehend mit den wichtigsten Fragen der Bewegung befassen könnten, bevor wir zum Schlüsse, zu den Wahlen kommen, auf die die große Masse der Delegierten schon mit Ungeduld wartet. Es ist doch gar kein Zweifel, daß jetzt von der ganzen Organisationsfrage nur die Frage der obersten Leitung unserer Bewegung einen Brennpunkt für unser Interesse bildet, und in einem solchen Zeitpunkte, wo das ganze Interesse auf diesen einen Punkt konzentriert ist, halte ich es nicht für angezeigt, die andern organisatorischen Vorschläge hier eingehend zu erörtern, da sie doch voraussichtlich die Aufmerksamkeit des Kongresses nicht finden werden. Es ist ja bekannt, daß ein gewisses Vorurteil gegen Organisationsfragen besteht; man ist der Meinung, dieselben fänden bei der großen Mehrzahl der Kongreßdelegierten kein Verständnis. Ich habe zwar eine bessere Meinung von den Delegierten, ich denke nur, man hat bis jetzt die Organisation als 20