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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 221

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 221 (sequence 221)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 221 — Eigentümer, Pächter oder Arbeiter den Boden, — und die sind alle in Palästina. Das ist wenig, das ist gar nichts, wenn man das Ganze in Betracht zieht, trotzdem zugegeben werden muß, daß das Resultat, welches wir ja mir einzig und allein der Zionsidee zu verdanken haben, ziemlich befriedigend ist. Die Zahl von 10000 jüdischen Bauern müßte durch eine unaufhörliche Arbeit verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht werden. Die Schaffung neuer jüdischer Ackerbaukolonien müßte in allen Teilen der Türkei, insbesondere in Palästina, gefördert werden, da Palästina durch die Wucht altheiliger Erinnerungen seiner großen Vergangenheit die unvergleichliche Anziehungskraft besitzt und uns den Glauben einflößt, der den Erfolg sichert. Die Erfüllung dieser Pflichten, die Verwirklichung dieses Projekts, die Veröffentlichung eines Jahrbuchs, die Schaffung von Bibliotheken, die Keform unserer Schulen, die Gründung von Mittel- und Hochschulen, die Vergrößerung der Banken und die Inangriffnahme verschiedener Arbeiten für die. Schaffung eines Ackerbaustandes werden zu natürlicher Folge haben, daß die zerstreuten Glieder jenes großen Körpers ohne Seele, den leider jetzt das ottomanische Judentum darstellt, sich vereinigen und ein normales Leben beginnen werden. (Lebhafter, anhaltender Beifall.) Präsident Dr. Nordau: Der Vorstand der Allgemeinen jüdischen Kolonisationsorganisation ersucht den Vorsitzenden, dem geehrten Kongreß folgende Erklärung mitzuteilen: Die Leitung der Aiko legt Gewicht darauf, festzustellen, daß die vom Herrn Präsidenten David Wolffsohn vorgebrachten, die Aiko betreffenden Behauptungen auf unrichtigen Informationen beruhen und den Tatsachen nicht entsprechen. In dem Begleitbrief wird außerdem erklärt, daß die Aiko Wert darauf legt, daß der Kongreß wisse, sie wünsche immer nur im vollen Einv ernehmen mit dem Zionismus vorzugehen. Präsident "YVolffsohn: Ich bin überrascht über diesen Brief und kann in diesem Augenblick — beim Schluß der Sitzung, — wie Sie begreifen werden, darauf nicht antworten. Ich möchte aber die Antwort nicht schuldig bleiben, denn ich bin gewöhnt, wenn ich etwas sage, es zu beweisen; hier sind die Dokumente, Sie werden nachmittags hören, wer Recht hat. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich habe einige Mitteilungen zu machen. Um V^B Uhr versammeln sich heute die südafrikanischen und die kleinen Organisationen im großen Saal bei Clausen. Die Freunde der Palästinakolonisation werden ersucht, sich im Jagdzimmer bei Clausen nach der Sitzimg zu versammeln. Nachmittags um VaÖ Uhr versammeln sich die Arzte zur Beratung ärztlicher Palästinafragen links vom Präsidium. Präsident Dr. Nordan: Die nächste Sitzimg beginnt um 3 Uhr, die jetzige Sitzung ist geschlossen. (Schluß der Sitzung 1 >2 Uhr.)

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