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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 211

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 211 (sequence 211)
Language
German, English, Hebrew
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— 211 — ■wird von Herrn Dr. Meisl der Antrag gestellt, daß die Zahl dieser repräsentativen Redner acht betragen möge. Ich werde zuerst den Grundsatz der Beschränkung der Redner und der Wahl von bestellten Rednern zur Abstimmung stellen. Delegierter Trietsch: Sie haben alle den Eindruck, daß die Palästinadebatte den Mittelpunkt des ganzen Kongresses bildet. Von der Palästinaarbeit aus ist der Zionismus zu reorganisieren, und er hat dies notwendig; es ist daher unmöglich, auch diese Debatte zu ersticken wie die erste über den Bericht des Aktionskomitees. Es liegt kein Grund vor, schon zu diesem Zeitpunkte die Debatte derartig abzuschneiden. Bei der Wahl der Generalredner ist es nicht zu vermeiden, daß je nach der Beliebtheit, je nach der Gruppierung und nach der Landsmannschaft die Generalredner gewählt werden. Diejenigen, die.über Palästina etwas wirklich Ernsthaftes zu sagen haben, die Einfluß darauf nehmen können, daß die zionistische Bewegung aufhöre, eine Bewegung für eine „hohe" Politik zu sein, und anfange, eine Bewegung für Palästinapolitik zu werden, können in diesem Falle leicht um das Wort kommen. Ich bitte Sie daher, lehnen Sie diesen Antrag vorläufig ab. Ich sage nicht, daß man 80 (Rufe: 90!) Redner hören muß; aber haben Sie etwas Nachsicht für die Palästinaarbeit, die im Zentrum unseres Interesses steht. Ich bitte Sie daher, vorläufig gegen den Antrag zu stimmen. (Rufe: Fordern Sie Nachsicht für die Palästinenser!) Ich möchte mir gestatten, diesen Zwischenruf aufzugreifen und zu bitten, daß, wenn man schon die Zahl der Redner kürzt, wenigstens diejenigen in erhöhtem Maße zum Worte kommen mögen, die aus Palästina kommen. Ich möchte also zunächst vorschlagen, die Einsetzung von Generalrednern vorläufig zurückzustellen. Wird aber der Antrag auf Einsetzung von Generalrednern angenommen, dann stelle ich den Antrag, daß wenigstens diejenigen eingetragenen Redner, die Palästina keimen (Rufe: Die in Palästina wohnen!), in erster Reihe in die Zahl der Generalredner einbezogen werden. Präsident Dr. Nordau: Die Herren Delegierten keimen nun den Antrag und haben die Gründe, die gegen seine Annahme sprechen, gehört. Ich stelle jetzt den Antrag zur Abstimmung. Dr. Bodenlieiiner: Geehrter Kongreß! Es ist nicht richtig, daß man die Debatte in irgendeiner Weise von vornherein ganz abschneiden will. Ich möchte Ihnen mitteilen, daß der Antrag auf Wahl von Generalrednern schon gestern abend von Herrn Dr. Meise 1 gestellt wurde, nachdem zwei oder drei Redner gesprochen haben. Ich habe Herrn Dr. Meisel ex präsidio gebeten, diesen Antrag zurückzustellen, um noch eine Anzahl Redner zu hören. Nachdem aber jetzt 12 Redner gesprochen haben, und noch ungefähr 90 auf der Rednerliste stehen, so würde die Anhörung dieser Redner mindestens eine Zeit von 15 Stunden erfordern. Der Kongreß muß morgen abend Punkt 10 Uhr geschlossen sein. Es ist also ein Ding der faktischen Unmöglichkeit, alle diese Redner anzuhören, während es bei der Wahl von Generalrednern möglich ist, daß alle diejenigen, die etwas zu sagen haben, sich an die Generalredner wenden, und diese dann die Dolmetscher der Wünsche der eingetragenen Redner darstellen. Präsident Dr. Tfordau: Ich stelle den Antrag zur Abstimmung. Diejenigen Delegierten, die für die Beschränkung der Rednerzahl und für die Wahl von Generaire einer n sind, wollen die Hand erheben (geschieht). Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Der Antrag ist angenommen. ^Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Trietsch: Nachdem die allgemeine Debatte durch die Annahme dieses Antrags abgeschnitten ist, kommt mein zweiter Enventualantrag: Der Kongreß wolle bewilligen, daß diejenigen in der Rednerliste Eingeschriebenen, die in Palästina waren (Ruf: Wohnen! Gäste können uns nichts sagen!), sagen wir also diejenigen, die Palästina genau kennen, zuerst zum Worte gelangen sollen. Präsident Dr. Kordan: Das ist unmöglich. 14*

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