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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · page 129

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 129)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476272--3159-3479300
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£ III. TAG Dienstag, 28. Dezember 1909 VORMITTAGS-SITZUNG BEGINN: lO1/* UHR Präsident Dr. Nordau: Die Sitzung ist eröffnet. Ich habe eine sohr interessante Mitteilung zu machen. Auf eine Begrüßungs- und Huldigungsdepesehe erhielten wir im Auftrage Sr. Majestät des Deutschen Kaisers folgende Antwortdepesche (die Versammlung erhebt sich): 9Se. Majestät der Kaiser und König haben den Huldigungsgruß der dort versammelten Zionisten gern entgegengenommen und lassen bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl der Geheime Kabinettsrat v. Valentin^ (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Wir gehen nunmehr zur Tagesordnung über. Auf derselben steht als erster Gegenstand der Bericht des Palästinaressorts. Herr Professor Warburg hat das Wort. Berichterstatter Prof. Warbnrg (mit stürmischem Beifall und Händeklatschen begrüßt): Hochgeehrter Kongreß! Nach den lebhaften Debatten der letzten Tage ist es zweifellos eine starke Anforderung an den Kongreß, wenn man verlangt, ruhig einem sachlichen, auf nichts als Tatsachen gestützten Berichte zuzuhören. Nachdem gestern unser A. G. und speziell der verehrte Präsident desselben teils in den Himmel gehoben, teils in die Hölle verdammt wurde, ist es schwer, sich in eine Stimmung hineinzudenken, die nicht mit Extremen rechnet, die uns nicht zu Engeln und Teufeln stempelt, sondern sich in einer mittlem Linie bewegt. Diejenigen von Ihnen, die Zeitungen gelesen haben, werden auch bemerkt haben, wie das hiesige, ruhige, norddeutsche Publikum über die Debatten urteilt. Es wundert sich über die außerordentlich heftigen Angriffe, wie sie sonst in Kongressen fast nie gehört werden. Nachdem aber die Debatten geschlossen sind, wird das hiesige Publikum auch zur Erkenntnis gekommen sein, daß schließlich das Ende der Diskussion nicht anders ist, als das Ende von Diskussionen in Kongressen, die sonst in Deutschland üblich sind. Es ist alles die Folge des Temperaments, und die Vertreter, die aus südlichen Ländern stammen, wissen, daß es in den Parlamenten dort auch nicht anders ist. Mischt man Schwarz und Weiß, kommt u

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