Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 87)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 87 — Dr. Nord au und seinen nächsten Nachfolgern. Nun ist auch die Eede des Herrn Präsidenten dazu gekommen; es hat sich daher die Basis völlig verschoben. Ich bin daher dagegen, daß die Einrichtung der Genei-alrecle mißbraucht werde, um die tatsächlich wichtigsten Dinge der zionistischen Bewegung aus der Diskussion auszuschalten. Das würden Sie tun, wenn Sie den Antrag auf drei Redner pro und drei Redner contra aus der Gesamtmeldnng von ungefähr 80 Rednern annehmen. Ich beantrage daher, wenn Sie schon Generalredner annehmen, daß Sie dann eine sehr große Zahl annehmen. Auch das wäre eine große Zeitersparnis. Es ist ein Unterschied, ob Sie 80 oder z.B. nur 20 haben. Sie werden ja nicht die schlechtesten wählen. Wenn Sie eine größere Anzahl zum Worte kommen lassen, wird einigermaßen das Gewissen des Kongresses gewahrt bleiben, und die Diskussion über diese Hauptfrage wird einigermaßen würdig sein können. Dann mache ich darauf aufmerksam, daß durch die gleiche Berücksichtigung von Pro und Contra bei der Wahl von Generalrednern die Stimmung des Kongresses nicht zum Ausrduck kommt, sondern es muß die richtige Proportion eingehalten werden. (Präsident Dr. Nord au: Ich bitte, einen bestimmten Antrag zu formulieren.) Gleich. Ich will also, nachdem ich die Begründung vorausgeschickt habe, beantragen, daß die Herren, die sich gemeldet haben, zusammentreten und zwei Gruppen bilden. Dann soll etwa von je fünf einer als Generalredner bestimmt Averclen. Dann haben wir sechzehn Redner und nicht achtzig; aber wir haben dann auch keine erdrosselte Diskussion. Ferner soll eine Beschränkung der Redezeit bei den Generalrednern nicht stattfinden, das ist mein Antrag. Präsident Dr. Nordau: Ich bitte, den Antrag mir schriftlich zu übergeben. (Geschieht.) . Im Sinne des Antrags Trietsch Aväre, da zurzeit fünfundsechzig Redner vorgemerkt sind, ein Fünftel zu wählen, die das Recht erhalten würden, unbestimmt lange zu sprechen. Es würden also noch dreizehn Redner zu Worte kommen, und jeder so lange das Wort behalten, als er es für nötig erachtet. Dann liegt noch ein zweiter Antrag vor, wonach, die eingetragenen Redner in zwei Gruppen sich trennen: in eine solche Gruppe, die für den Bericht des A. C. eintritt, und in eine solche, die dagegen sprechen will. Jede dieser Gruppen soll 5.. Generalredner wählen, dann hätten wir 10, andernfalls 18 Redner mit unbeschränkter Rededauer. Der Geschäftsordnung und dem Parlamentsbrauch gemäß stelle ich zunächst den weitestgehenden Antrag zur Abstimmung. Diejenigen, die dafür sind, daß 13 Redner mit unbeschränkter Redezeit angehört werden, wollen die Hand erheben. (Unruhe.) Es ist mir soeben'ein weiterer Antrag, eine Änderung zu dem ersten Antrage übergeben worden, wonach noch 13 Redner angehört werden sollen, von denen jeder 20 Minuten Redezeit zur Verfügung hat (Delegierter Temkin übersetzt dies ins Russische.) Diejenigen, die für die Annahme des ersten Antrags sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Paus<\) Der Antrag ist abgelehnt. Der zweite Antrag geht dahin, daß jede Gruppe 5 Generalredner bestimmt, daß wir also 10 Redner anhören sollen. (Tenikin gibt die russische Ubersetzung.) Ich bitte diejenigen, die dafür sind, daß noch 10 Redner angehört werden sollen, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist abgelehnt. Es . ist mir soeben ein neuer Antrag übergeben worden, wonach je 4 Redner gewählt Averden, also noch 8 Redner angehört werden sollen. (Delegierter Temkin gibt die russische Übersetzung.) Ich bitte diejenigen, welche für diesen Antrag sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist angenommen. Es werden also die 8 Redner bezeichnet werden, die für und gegen den