Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 52)
- Language
- German, English, Hebrew
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sämtlicher übrigen südafrikanischen Wahlen finden sich lediglich Protokollevollzogen von Sekretär der südafrikanischen Federation in Johannisburg, mit der Mitteilung, daß Wahlen stattgefunden hätten. Auf gekabelte Reklamation des E. A. C. erwiderte die Federation, daß es bei der weiten Entfernung von Europa und der weiten Entfernung der einzelnen Wahlkreise von der Zentrale- Johannisburg nicht möglich gewesen sei, rechtzeitig Dokumente beizubringen., daß aber ordnungsgemäß gewählt worden sei. Ungeachtet dieser mangelhaften Protokolle hat der Legitimationsausschuß beschlossen, nicht zu beantragen, diese Wahlen zu kassieren, weil feierliche Erklärungen seitens der Repräsentanten der Landesorganisationen vorlagen, welche versicherten, daß ordnungsgemäße Wahlen stattgefunden hätten. Der Legitimationsausschuß kann es aber nicht als angemessen erachtenr daß Wahlprotokolle so wenig der vorgeschriebenen Form entsprechen und daß deshalb solche Wahlen hier gutgeheißen werden aus Gründen, die nichtsmit den klaren Bestimmungen des Organisationsstatuts zu tun haben. Das E. A. C. möge daher in Zukunft nicht nur Formulare für die Wahlprotokolle, sondern auch sonstige geeignete Instruktionen hinausgeben, die erwarten lassen, daß eine derartig mangelhafte Beobachtung der Vorschriften des- Organisationsstatuts in Zukunft nicht mehr erfolgt. Dieser Zustand entspricht weder der Bedeutung der Wahlen noch der Würde jener,, die man deshalb wählt, damit sie eine angemessene Vertretung jener Wahlkörper darstellen. Ich konkludiere: 1. Der Legitimationsausschuß beantragt, die Wahlen der Herren Schönfeld und Dr. Nu ß b a u m, die in P o cl o 1 i e n gewählt wurden, zu kassieren. 2. Die übrigen Wahlen zu genehmigen. Vizepräsident Dr. TschlenoYf: Laut Geschäftsordnung entscheidet der Kongreß über den Bericht des Legitimationsausschusses ohne Debatte. Sie haben den Bericht gehört und die Bemerkungen, die vom Legitimationsausschuß gemacht wurden, werden im Protokoll erscheinen. Zu einer Richtigstellung hat sich Herr Dr. Wald mann gemeldet. Ich erteile ihm das Wort. Delegierter Dr. Waldmann (Vorstand des podolischen Distriktskomitees): Ich erlaube mir, da ich weiß, daß der Antrag des Legitimationsausschusses ohne Debatte zu entscheiden ist, eine Richtigstellung. In der Darstellung des Herrn Referenten ist ein Rechenfehler unterlaufen. Gemäß eines Beschlusses des E. A. C. wurde dem Distriktskomitee gestattet, 40% von den Sehekelgeldern in Abzug zu bringen. 60% sollten an das E. A. C. überwiesen werden. Bei der Feststellung der Zahlung der Sehekel hat der Ausschuß die 40% von den 60% berechnet, anstatt 40 von 100.- So wurden uns nur 24% und nicht 40% zugerechnet und nur 4 Kandidaten zugesprochen statt 5. Berichterstatter »Simon: Der Legitimationsausschuß hat die 40% selbstverständlich nicht berechnet von den eingegangenen Schekelgeldern, sondern er hat die Zahl festgestellt, indem er die lüO '/o, die sich aus den abgelieferten 60% und den zurückgehaltenen 40% ergaben, der Rechnung zugrunde legte. Die Differenz besteht in folgendem: Die Herren aus Podolien haben entgegen den klaren Bestimmungen des E. A. C. statt 40% 50% abgezogen und außerdem entgegen den letzten Kongreßbeschlüssen die Schekelgelder nicht wie vorgeschrieben mit 1.20 Kr , sondern mit 1.— Kr. einkassiert. Dadurch ist es gekommen, daß mehr als 894 Wähler vorhanden sind, aber nicht die notwendige Anzahl der Schekelgelder einging. Und wenn wir dem E. A. (X