Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476272--3043-3479184
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

mit Ihnen wollen wir es voller Stolz der ganzen weiten Welt verkünden: Ich bin ein Iwri (lebhafter Beifall und Händeklatschen), ich gehöre zu dem kleinen, verachteten, mißhandelten, aber glaubensstarken, geistig und sittlich hochstehendem Volke der Hebräer. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Ich gehöre zu dem Volke, welches als das erste vor dem allmächtigen Gott, dem Schöpfer von Himmel und Erde, sein Knie gebeugt hat. Meine verehrten Freunde! Der Weg, auf dem wir mit Sicherheit nach Zion gelangen werden, dieser Weg ist uns ja allen seit langer, langer Zeit bekannt und die Bürgschaft für die Sicherheit dieses Weges hat der Allgütige selbst übernommen. „Und der hohen Zionsveste wird dann der Erlöser kommen, wenn die Missetat aus Jakob geschwunden sein wird." Diesen Weg nach Zion wollen wir mit Ihnen beschreiten und auf diesem gemeinsamen Wege will ich Sie, meine verehrten Brüder und Schwestern, nochmals herzlichst begrüßen und den heiß gefühlten Wunsch aussprechen, daß dieser Weg uns alle insgesamt bald, bald in das Land unserer Sehnsucht führen möge, so wie der Allgütige in der Fülle seiner Liebe es uns verheißen hat. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Präsident David Wolffsolm: Ein Punkt unseres Programms ist auch die Gewinnung der jüdischen Gemeinden. Ich freue mich daher sehr, jetzt dem Vertreter der Nachbargemeinden Altona, Wandsbeck, Kiel und Lübeck, Herrn Dr. Franck, das Wort geben zu können. Dr. Franck, Vorstandsmitglied der Gemeinde in Altona (lebhaft begrüßt): Herr Präsident, hoher Kongreß! Der Vorstand der Hochdeutschen Israelitengemeinde zu Altona hat mich mit der ehrenvollen Aufgabe betraut, dem IX. Zionistenkongreß den herzlichsten Willkommgruß zu entbieten. (Lebhafter Beifall.) Ich komme dieser Aufgabe um so freudiger nach, als ich mich rühmen darf, seit dem ersten Baseler Kongreß des Jahres 1897 zu Ihnen zu gehören (lebhafter Beifall und Händeklatschen), und als ich einen Wunsch erfüllt sehe, dem ich als Delegierter der Ortsgruppe Hamburg-Altona im Auftrage der deutschen Landsmannschaft in der Schlußsitzung des V. Kongresses Ausdruck gegeben habe, den Wunsch, den Kongreß hier in Hamburg veranstalten und begrüßen zu dürfen. (Beifall.) Meine Herren! Sie haben soeben aus dem Munde des ehrwürdigen Vorsitzenden des Hamburger Synagogen-Verbandes freundliche Worte der Begrüßung entgegengenommen. Die Altonaer Gemeinde, vertreten durch ihren Vorstand, schließt sich ihnen von ganzem Herzen an (lebhafter Beifall), denn sie glaubt gewissermaßen ein historisches Hecht zu besitzen, Sie, meineDamen undHerren Delegierten und Teilnehmer des Kongresses, auch ihrerseits als ihre Gäste zu betrachten. Denn sie bildete in den drei vereinigten Gemeinden Altona- Hamburg-Wandsbeck den Vorort, und es war ihr in einem Zeitraum

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.