Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 390)
- Language
- German, English, Hebrew
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ich es für außerordentlich wünschenswert, wenn dieses Propagaiidakomitee demengeren A, C. zur Verfügung steht, und das kann nur dann der Fall sein, wenn das engere A. C. -die Möglichkeit hat, die Propagandakommission so zusammenzusetzen, wie es dem A. C. wünschenswert erscheint. Es liegt darin absolut keine persönliche Spitze gegen die frühere Propagandäkommission, und Herr Dr. Nossig, der den Antrag gestellt hat, weiß, ja, eine Spitze gegen ihn am allerwenigsten. Aber ich möchte dies dem Kongreß sagen, und Sie werden alle aus dem gestrigen Referate den Einr druck bekommen haben, daß diese Propagandakömmission, mit dem engeren A. C. nicht in dem wünschenswerten Kontakte gestanden hat, denn diejenigen Dinge, die sie bisher in die Öffentlichkeit gebracht hat, sind nicht in dem Maße vom A. C. inspiriert gewesen, wie es meines Erachtens unbedingt wünschenswert ist. Ich möchte Sie daher bitten, den Antrag des Herrn Dr.. Nössig abzulehnen, ihn aber, wie unser Herr Präsident vorgeschlagen hat, dem engeren A. C. zur Berücksichtigung zu überweisen. Präs.: Sind Sie einverstanden, daß ich zunächst über die Ueber- \yeisung abstimmen lasse? , ./Del. Dr. Nossig: Ich halte es für zwecklos,, meinen Antrag aufrecht zu erhalten: denn er hätte nur Aussicht auf Realisierung, wenn die oberste Leitung damit, einverstanden ist. Ich schließe mich dem Antrage des Herrn Präsidenten an. , . ■ . •< Präs.: Ich danke. Der „Zionistische Zentralverein Wien" wünscht hier bekannt zu geben, daß er im Frühjahr 1908 eine dritte Palästinareise zu billigen Preisen veranstaltet. Die Herren Delegierten, die sich für diese Reise interessieren, werden gebeten, sich an den Herrn Delegierten.Adolf Böhm oder direkt an den Verein .Wien, Türkenstraße 9, zu wenden. Unsere Post macht die: .Mitteilung, daß eine große Anzahl Briefe und Telegramme hier liegen und ersucht, dieselben abzuholen. (Sekretär B.e rger verliest die Namen der Adressaten.) Sie sehen aus dieser langen Eiste, wie fleißig gearbeitet wurde, so daß. die Delegierten nicht die Zeit t fanden, ihre Briefe abzuholen. Ich muß nun dem Kongreß mitteilen, daß ich gezwungen bin, die- Sitzung auf eine halbe Stunde zu unterbrechen, denn der Permanenzaüsschuß ist über die Wahl Vorschläge noch nicht einig geworden. Ich bitte also die Delegierten und auch unsere lieben Gäste, sich zu gedulden. Ich werde selbst, trachten, daß der Permanenzausschuß so rasch als möglich seine Arbeit beendige. Ich unterbreche nunmehr die Sitzung. (Die Sitzung wird um 4 Uhr unterbrochen, undum Ys 6 Uhr wieder aufgenommen.). >..•.' Präs.: Ich habe die Mitteilung zu machen, daß eine Dame aus dem Kongreß für den Frauenverein, der reale Arbeit in Palästina zu machen sich vorgenommen hat, 300 Mk. mir zur Verfügung gestellt hat (lebhafter Beifall), mit dem Beimerken, daß die Rede des Fräulein Schach einen solchen Eindruck auf sie gemacht" hat, und ebenfalls mit dem Wunsche, daß die anderen Damen, auch Nichtdelegierte, dieses Beispiel nachahmen möchten. (Beifall.) Wir haben noch einige geschäftliche Sachen, die wir, um die Zeit auszufüllen, gleich jetzt erledigen können. Wir haben Revisoren und' Rechtsanwälte zu wählen. (DeL Dr. S t and: Der Permanenzausschuß wird; auch hierfür Vorschläge erstatten.) Das kommt davon, daß der Permanenzausschuß hier nicht vertreten ist Der Permanenzausschuß ist, wie ich höre, bereits da. Das Wort hat. also nun Herr Dr. Gast er. Obmann des Permänenzaiisscliusses Dr. Gaster: Der Per-1 ipanenfausschuß, der.: sich einige Tage lang mit der Frage,