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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 354

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 354 (sequence 352)
Language
German, English, Hebrew
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— 354 — Namen der „Poale-Zion" manche Anträge zu stellen hat. Er bittet daher, daß ihm die Möglichkeit gegeben werde, die Wünsche der „Poale-Zion", die die Organisation betreffen, zuerst dem Kongreß vorzulegen. Präs.: Herr Sturmann, ich werde den Kongreß befragen, aber wenn es sich um Organisationen handelt, muß es möglich sein, das, was man sagen will, in Paragraphen zu kleiden. Wenn Sie eine Gesamtänderung unserer Statuten verlangen, wäre es etwas anderes. Aber wenn Sie nur Paragraphen geändert oder hinzugefügt haben wollen, können Sie bei der betreffenden Stelle jedesmal einsetzen. Sie würden die Arbeit dadurch allgemein erleichtern. ■ « Del. Kaplaiisky: Ich gestatte mir, auf diese Bemerkung des Herrn Präsidenten zu erwidern, daß die Auseinandersetzungen,, die mein Freund Sturmann an das Organisationsstatut oder an diese Vorlage knüpfen will, ebenso allgemeiner Natur sind, daß wir viele Anträge haben, die wir gar nicht zur Abstimmung bringen wollen, weil wir auf Ihrer Annahme nicht bestehen und mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit und die Arbeiten des Kongresses gar nicht daran denken, sie jetzt durchzuführen und allgemeine Anschauungen über eine durchgreifende und notwendige Aenderung des Organisationsstatuts hier vorzubringen. Präs. Wolffsöhn: Zu welchem Zwecke wollen Sie das vorbringen? Del. Kaplansky: Damit wir sozusagen einen Präzedenzfall haben und bei dem nächsten Kongreß unsere Aenderungen beantragen können. Präs. Wolffsolm: Herr Kaplansky, ich begreife wohl, aber das könnte man wohl mit wenigen Worten sagen. Da Sie selbst sagen, Herr Sturmann (Del. S t u r m a n n: Maximum eine halbe Stunde!), es hätte keinen Zweck, da wir darüber keinen Beschluß fassen sollen, sondern daß Sie nur die Ankündigung geben wollen, daß auf dem nächsten Kongreß die Statuten geändert werden sollen, so könnten Sie ja das kurz machen, damit wir nicht soviel Zeit verlieren. Del. Sturmann: Ich habe mich nicht genau ausgedrückt. Wir beabsichtigen, einen bestimmten Antrag zu § 25 vorzuschlagen. Präs. Wolffsolm: Ganz recht, da möchte ich Ihnen, damit wir unsere Zeit nicht unnütz verlieren — das -ist der einzige Zweck, weshalb ich mit Ihnen verhandle —, folgenden Vorschlag machen: sobald wir zu § 25 kommen, erhalten Sie als erster das Wort. Del. Sturmann: Ohne Begrenzung der Zeit? Präs. Wolffsolm: Darüber kann der Kongreß beschließen. Ich werde mein Möglichstes tun, um Ihren Wunsch zu erfüllen. Del. Kaplansky (zur Geschäftsordnung): Es ist das beste, die Entscheidung darüber dem Kongreß zu überlassen, und es bliebe nichts anderes übrig, als die Frage zur Abstimmung zu bringen, ob der Kongreß in eine Generaldebatte über das Organisationsstatut eingehen oder direkt zur Spezialdebatte schreiten will. Präs. Wolffsolm: Nachdem der betreffende Herr, der das Wort verlangt hat, sich mit meiner Erklärung einverstanden erklärt hat, glaube ich, ich hätte gar keine Veranlassung, den Kongreß wieder zu befragen. Um aber keine Geschäftsordnungsdebatte heraufzubeschwören und die Zeit damit zu verlieren, frage ich den Kongreß, ob wir von Paragraph zu Paragraph verhandeln oder ob wir zuerst eine Generaldebatte abführen sollen. Wer dafür ist, daß wir nun die Paragraphen einzelweise vornehmen, der erhebe die Hand. (Geschieht.) Der Antrag ist angenommen. Wir kommen also jetzt zu § 1. §1 soll nach dem Vorschlage des Herrn, Referenten unverändert bleiben. (Lebhafte Rufe: Nein!) Dann bitte ich § 1 zu verlesen. Ref. Dr. Gronemann: § 1 hat zu lauten (liest): „§ 1. Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina."

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