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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 338

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 338 (sequence 336)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2913-3479053
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— 338 — länder alles getan haben, um die holländische Sprache in Südafrika zu bewahren? Dasselbe haben Sie auch auf dem Kongreß zu tun. Wie ist es jetzt? Sobald ein Antrag da ist, wird er ins Russische, Französische, Deutsche usw. übersetzt. So gibt gerade auf seiner Tribüne unser Volk das Bild der Zerstreutheit, unser Volk, das ein Parlament hat, aber keine Sprache. Die Sprache des Parlaments soll Hebräisch sein und deshalb soll der Antrag einstimmig angenommen werden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Stürmischer Widerspruch.) Del. Dr. Loewe (hält eine Rede in hebräischer Sprache). Präs. Wolffsohn: Herr Dr. Loewe, was haben Sie gesagt? (Stürmische, langanhaltende Heiterkeit.) Del. Dr. Nacht (hält eine Rede in hebräischer Sprache.) Präs. Wolffsohn: Es liegt der Antrag vor, den Antrag des Herrn Sokolow ebenfalls der 21 gliedrigen Kommission zu überweisen, welche gewählt werden soll. (Lebhafte Rufe: Nein!) Del. Struck: Ich gestatte mir die Anfrage, wer diese Kommission von 21 Mitgliedern, die für die nationale Erziehung zu wählen beschlossen wurde, eigentlich wählen wird? Der Permanenzausschuß hat doch keine Zeit mehr dazu. Ich spreche mich gegen die Wahl dieser Kommission aus, wenn sie nicht nach reiflicher Debatte vom Kongreß gewählt wird. (Lebhafte Zustimmung.) Del. Dr. Daiches: Ich beantrage, über den Antrag Sokolow zur Tagesordnung überzugehen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Präs. Wolffsohn: Wir haben jetzt keine Zeit für diesen Antrag, wir haben noch die wichtigste Sache vorzunehmen, die Frage der Organisation. Es wird beantragt, über den Antrag Sokolow zur Tagesordnung überzugehen. Wer "für diesen Antrag ist, der erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe! (Nach vorgenommener Gegenprobe) : Der Antrag ist abgelehnt (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Hen: Sehr geehrter Kongreß! Wir sollen nun zur Abstimmung über den Antrag Sokolow schreiten. Man hat gestern und heute über praktische Arbeit ... Präs. Wolffsohn: Wozu sprechen Sie? Del. Dr. Hen: Gegen den Antrag Sokolow. Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung ist abgelehnt worden, es gibt also jetzt eine Debatte über diesen Antrag und ich habe mir das Wort erbeten, um gegen den Antrag des Herrn Sokolow zu sprechen. Meine Herren! Es wurde gestern und heute viel von praktischer Arbeit gesprochen. Gewiß, wir wollen in Palästina praktische Arbeit machen. Aber dann sollen wir auch im Golus praktisch arbeiten. Und da möchte ich Sie fragen, warum sollen wir denn jene Juden, denen die hebräische Sprache nicht geläufig ist, von den Verhandlungen des Kongresses ausschließen? Haben das die Juden der Diaspora um Sie verdient? Wir lieben die hebräische Sprache ebenso wie die Herren, die den Antrag stellen. Präs. Wolffsohn: Herr Dr. Hen, ich kann nicht gestatten, daß Sie jetzt darüber eine Rede halten. Del. Dr. Hen: Ich werde keine Rede halten und bin gleich am Schlüsse. Aber diese Bemerkung wird mir noch gestattet sein, dass eben dieselben Herren, die jetzt für den Antrag Sokolow, das heißt für die Einführung der hebräischen Sprache als offizielle Verhandlungssprache gestimmt haben, immer diejenigen sind, welche um Uebersetzung aller Ennunziationen nicht ins Hebräische, sondern ins Russische bitten. Ich bin zu Ende. (Beifall.) Präs. Wolffsohn: Es liegt ein Antrag vor, den Antrag Sokolow einer aus fünf Mitgliedern bestehenden Kommission zuzuweisen. Ich lasse jetzt kurz darüber abstimmen und Sie, meine Herren, übernehmen die Verantwortung für einen Antrag, mit dem wir eventuell absolut nichts an-

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