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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 336

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 336 (sequence 334)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2911-3479051
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— 336 — die Frauen zum Zionismus gewinnen und eine neue Form ihrer Beziehung: zur jüdischen Kultur schaffen. Ich protestiere auch im Namen unserer Kinder. Sie gehen von uns weg, denn wir haben das richtige Wort für sie verloren oder vielleicht noch gar nicht gefunden. Sie werden keine praktische und keine politische Arbeit tun können und werden besonders das richtige Wort, daß Sie beide Parteien suchen, für das Ohr des Volkes nicht haben, wenn Sie nicht unermüdlich — schämen Sie sich dessen nicht — die alte Kultur, die unsere Stärke und unsere Kraft bisher war, nicht immer einimpfen. Wir können darüber nicht hinwegkommen. Ich finde, dieser Punkt muß mehr berücksichtigt werden. Wir haben vorher immer gefürchtet, wir werden vielleicht auf besonders indime Fragen eingehen und haben immer vor dem Kongreß die Kulturfrage verschwiegen. Nehmen wir vorläufig diesbezüglich eine Mittelstellung ein und versuchen wir auch darin, etwas zu tun. Ich glaube, die einzige Palästina-Kulturarbeit wird für uns Golusjuden nicht genügend sein. Ich meine, diese Strahlen werden zu weit gehen. Wir werden vielleicht doch unsere Verbindung nicht haben. Wir müssen eine parallele Kulturarbeit auch schon im Golus suchen, und das ist eine Sache, mit der wir uns noch nicht beschäftigt haben. Sie haben in allem Nuancierungen gefunden, suchen Sie auch hier eine Nuance und finden Sie sie. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. ßosenbaum: Es ist in diesem Saale eine Stimmung für die praktische Arbeit in Palästina zutage getreten. Ich möchte Sie bitten, diese Stimmung auch in anderer Richtung zu behalten — für die praktische Arbeit im Kongreß. (Sehr richtig.) Da ist zum Beispiel eine Resolution, daß die nationale Erziehung ein integrierender Bestandteil des Zionismus ist. Wenn Sie das annehmen, zeigen Sie, daß Sie die Protokolle der früheren Kongresse nicht kennen, denn wir haben bereits einen solchen Beschluß angenommen. Jetzt möchte ich aber wissen, was Sie praktisch zu dem, was wir angenommen Tiaben,- hinzufügen. Jetzt kommt ein Antrag Sokolow, die hebräische Sprache soll als offizielle Sprache des Kongresses betrachtet werden. Das ist sehr schön gedacht. Versuchen Sie aber, das praktisch zu übersetzen, so heißt das vor allem, die Eröffnungsrede des Präsidenten und die schöne Rede Nordaus soll in hebräischer Sprache gehalten werden. Also Herr Sokolow versichert uns — er hat zwar keinen Namen genannt, aber er muß es so verstehen —, daß Nordau in zwei Jahren so gut Hebräisch lernen wird, daß er seine Rede in hebräischer Sprache wird halten können. Das heißt soviel, als daß wir diese Rede Nordaus auf dem Kongreß nicht hören werden. Und daß der Präsident seine Eröffnungsrede auf dem Kongreß hebräisch halten soll, schließt die Verpflichtung in sich, nur einen solchen zum Präsidenten zu wählen, der hebräisch reden kann. (Zustimmung. — Widerspruch.) Ich habe nichts dagegen, halte, dies aber für ein Unding. Jetzt kommt noch ein Drittes. Wenn die hebräische Sprache offiziell ist, werden die Stenographen hebräisch stenographieren müssen, und wenn jemand deutsch spricht, wird es dann irn Protokoll heißen: „spricht deutsch", und wenn jemand französisch spricht: „spricht französisch", und Sie werden im Protokoll nur das haben, was auf dem Kongreß hebräisch, gesprochen wird. Ich sage nicht, daß alle diese Anträge abzulehnen seien; es werden auf jedem Kongreß Anträge gestellt, die nicht abgelehnt werden können. Aber. ich . beantrage, die ganze Sache dem engeren A. C. zur Untersuchung d*er praktischen Seite zu übergeben. (Sehr richtig! — Widerspruch.) Präs. - Wolffsohn: Herr Dr. Rosenbaum hat beantragt, die ganze Frage, ds der Antragsteller die praktische Seite nicht berücksichtigt hat,.

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