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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 335

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 335 (sequence 333)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2910-3479050
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— 335 — •bücherkommission zur Approbierung der Lehrbücher für den nationaljüdischen Unterricht; d) im Einvernehmen mit den Landesorganisationen für die Errichtung unentgeltlicher hebräischer Sprachkurse für Erwachsene zu sorgen. V. Der Kongreß begrüßt die Entstehung der Sonderorganisation für die geistigen Aufgaben der Zionisten „Sinai" und „Ibriah" und empfiehlt dem zu schaffenden Erziehungsamt bei Durchführung seines Arbeitsprogramms tunlichst im Einvernehmen mit diesen Organisationen vorzugehen." Das sind die Thesen, die Dr. Ehrenpreis in seinem Referate der nationalen Erziehung aufgestellt hat. Außerdem habe ich auch noch einen Antrag gestellt und ich möchte zwei Worte zur Begründung desselben mir erlauben. Geehrter Kongreß! Es mag romantisch klingen, wenn wir sagen, daß wir die hebräische Sprache als offizielle Sprache des Kongresses anerkennen. Es mag dies auch für manchen hart klingen, der die Sprache noch nicht versteht. Wenn Sie aber bedenken, welche Pflicht uns obliegt, so werden Sie einsehen, daß Sie der Annahme dieses Antrages gar nicht ausweichen können. Geehrter Kongreß! Es wird verlangt, daß der österreichische Reichsrat die hebräische Sprache anerkennt, weil dort einige unserer Gesinnungsgenossen sitzen, die vielleicht auch nicht der hebräischen Sprache -mächtig sind. Und es erscheint doch gewiß als eine Anomalie, daß im Kongreß, der die Herberge, die Quintessenz des jüdischen Volkes ist, Hebräisch nicht als offizielle Sprache anerkannt ist. Es scheint Ihnen nur, daß dieser Antrag undurchführbar ist. Die Tatsachen beweisen das Gegenteil. Die hebräische Sprache ist die meist verstandene hier am Kongreß. 60 Prozent der Kongreßmitglieder verstehen Hebräisch. Die andern werden es lernen. Zwei Jahre ist Zeit dazu. (Heiterkeit.) Sie lächeln über meinen Antrag. Man hat aber seinerzeit auch über den Zionismus gelacht, man hat ihn als Utopie bezeichnet. Ich halte es für die Pflicht des Kongresses, diesen Antrag anzunehmen und ich empfehle ihn Jhrer dringenden Aufmerksamkeit. Er lautet: „Der Kongreß beschließt, die hebräische Sprache als offizielle Sprache der zionistischen Bewegung, ihrer leitenden Stellen, ihrer Kongresse und Konferenzen prinzipiell anzuerkennen und praktisch sukzessive einzuführen. Unsere nationale Sprache wird hiermit für den Zionismus obligatorisch* Nur aus Rücksicht auf die Notwendigkeit der Popularisierung der Idee bleibt es der Organisation anheimgestellt, sich neben der hebräischen Sprache auch anderer Sprachen zu bedienen." Präs. Wolffsohn: Es liegt noch ein Antrag vor im Anschluß an den soeben verlesenen: „Der Kongreß bestimmt, daß bei der Eröffnung künftiger Kongresse die ersten Begrüßungsworte in hebräischer Sprache gehalten werben." Del. Madame R. Kritschevsky: Geehrte Versammlung! Ich protestiere energisch dagegen, daß, wenn am Kongreß — auch auf früheren Kongressen ist dies der Fall gewesen — Kulturfragen erörtert werden sollten, eine Leere im Kongreß entsteht. Ich will in das Historische der Sache nicht eingehen. Es ist keine Zeit dazu. Der Frau war bisher außer den drei berühmten Mizwes nichts möglich. Sie müssen sich also mit uns schon beschäftigen. Sie müssen erst

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