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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 325

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 325 (sequence 323)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2900-3479040
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Grunde, nicht etwa, weil ich gegen den politischen Zionismus wäre, beantrage ich, über den gestellten Antrag zur Tagesordnung überzugehen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Präs.: Nach unserer Geschäftsordnung hat einer für und einer g egen das Wort. Deleg. Syrkin: Geehrter Kongreß! Wir müssen jetzt ins Klare kommen. Alle sind der Meinung, unser Zionismus ist jetzt synthetisch geworden; er bestehe aus zwei Elementen: aus einem praktischen und einem politischen. Mein Antrag betont eben die Synthese der beiden Elemente. Wir müssen, wenn wir von diesem Kongresse fortgehen, doch etwas Klares haben. Ich habe nichts dagegen, wenn Sie den Antrag ablehnen, aber ich bin sehr dagegen, wenn Sie darüber zur Tagesordnung -übergehen, weil das heißt, Sie wollen eine klare und scharfe Antwort vermeiden. (Widerspruch.) Ich bin der Meinung, daß, was wir auch immer vornehmen, es jedenfalls klar sein soll. Mein Antrag geht dahin, daß wir die rein praktische Arbeit in Erez Israel als eine der wichtigsten Methoden zur Anerkennung des Zionismus aufstellen. Präs. (unterbrechend): Ich habe Ihnen das Wort zur Begründung Ihres Antrages gegeben, aber nicht dazu, eine lange Rede zu halten. Das Prinzip werden Sie damit nicht erörtern. Deleg. Syrkin (fortfahrend): Geehrter Kongreß! Um eines nur wollte ich Sie ersuchen: Lassen Sie uns in unsere Länder zu unseren Gesinnungsgenossen zurückkommen mit einer klaren Antwort: Ja oder Nein! Sie wollen einen synthetischen Zionismus schaffen, geben Sie die Formulierung dafür, und diese bringe ich in meiner Resolution. Vermeiden Sie nicht eine klare Antwort! Präs.: Herr Dr. Bodenheimer beantragt, über die Resolution Syrkin zur Tagesordnung überzugehen. (Deleg. T e m k i n gibt die russische Uebersetzung.) Wer dafür ist, erhebe die Hand! (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag Bodenheimer auf Uebergang zur Tagesordnung ist angenommen! Wir gehen jetzt zur Abstimmung über die Anträge der Palästina- Kommission über. Ich werde jeden Punkt verlesen lassen, und wenn die Delegierten aufmerken, brauchen Sie die gedruckten Formulare nicht. Ich werde jeden Punkt zuerst deutsch zur Verlesung bringen und ihn dann russisch und englisch übersetzen lassen. Der erste Punkt lautet: Sekr. Berger (liest) : „i. Der Kongreß l>eschließt, daß ein besonderes Palästinaressort innerhalb des engeren A. C. geschaffen wird, welches das Recht hat, sich Beiräte zu ernennen. Dieses Palästinaressort soll unter der Leitung eines Mitgliedes des Engeren A. C. stehen. Ihm wird ein in Palästina befindliches, aus einem oder mehreren besoldeten Beamten bestehendes Palästinaamt unterstellt." Del. Dr. Tschlenow (übersetzt den Antrag ins Russische). Del. Baker (nimmt die englische Uebersetzung vor). Präs. Wolffsohn: Wer für Punkt i ist . . . (Rufe: Die Resolution vorlesen lassen!) Del. Schochat: Ich bitte, die Resolution vorerst vorlesen zu lassen. Präs. Wolffsohn: Ja, meine Herren, zwei auf einmal können nicht sprechen. Herr Schochat wünscht, daß die Resolution zu Punkt i vorgelesen werde. Ich hatte die Absicht, dies nachher geschehen zu lassen. Wenn Sie es aber wünschen — 'Sie gehören ja zu den Antragstellern —, so werde ich zuerst die Resolution verlesen lassen. Ich bitte, Herr Dr. H eymann, verlesen Sie die Resolution!

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