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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 276

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 276 (sequence 274)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2851-3478991
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— 276 — müssen, ist, daß man mit dem Schlagwort „praktische Arbeit'' tatsächlich impraktische decken will (Beifall), und dabei möchte ich auch bemerken, daß es unser Bestreben ist, die ganze Frage über das Gebiet des Persönlichen hinauszuheben auf das Niveau des Sachlichen. Ich bin auf diese Tribüne gekommen, um Klarheit zu schaffen, um als Mann zu Männern zu sprechen, die Mißverständnisse zu zerstreuen und dadurch Raum zu schaffen für eine ehrliche Verständigung. (Lebhafter: Beifall.) Der Weg, der uns vielfach als der allein richtige gepriesen wird, — wir fürchten, daß er zum alten Chowewe-Zionismus führen muß. Dieser Chowewe-Zionismus ist ein Wunsch, vielleicht ein schöner Wunsch, der politische Zionismus aber ist mehr als das, er ist für uns eine gan^e Weltanschauung (lebhafter Beifall und Händeklatschen); in ihm hat unser unvergeßlicher Meister Theodor Herzl uns den gewachsenen Fels geschaffen, auf dem wir stehen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Seitdem wir seine Ideen in uns aufgenommen haben, sind diese so sehr ein Teil von uns selbst geworden, daß unser, gesamtes Tun undf Handeln von ihnen diktiert ist. Wiradürfen uns aber darüber nicht täuschen, daß diesen Zionismus doch nur bisher ein geringer Teil unseres Volkes sich zu eigen gemacht hat. Es ist aber notwendig, daß klargelegt werde, was wir unter „praktischer Palästinaarbeit*' verstehen, auf daß wir nicht alle davon sprechen!und jeder etwas anderes darunter versteht. Wir sehen als eminent praktische Palästinaarbeit in erster Linie an das gründliche und fachmännische Studium der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes, damit jeder Kapitalist, der seine Gelder in Palästina festlegen will, dies mit einer vernünftigen Aussicht auf Erfolg tun könne. Wir halten ferner dafür, daß wir eine legale, geregelte Tätigkeit in Palästina entwickeln, daß wir uns jenen — ich möchte sagen — halböffentlichen Unternehmungen zuwenden, wie Straßen- und Hafenbauten, Bergwerkskonziessionen und dergl., die es uns ermöglichen, in eine dauernde amtliche Verbindung mit den Behörden des türkischen Reiches z,u treten. Wir müssen uns davor hüten, die kleinen Mittel unserer Bewegung auf Experimente zu verwenden, denn es ist die Gefahr vorhanden, daß beim Mißlingen dieser Experimente die ganze Bewegung kompromittiert wird. (Zustimmung.) Es wird irgendwo in unserer heiligen Schrift gesagt: „Israel wird nicht durch Geld erlöst werden," und so sage ich, vielleicht könnten wir sogar den Verlust von, Geldern in solch gewagten Experimenten verschmerzen. Was wir aber nicht verschmerzen könnten, ist, daß man nicht sagt, das Experiment hat fehlgeschlagen, sondern der Zionismus hat fehlgeschlagen, und ich sehe nicht

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