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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 258

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 258 (sequence 256)
Language
German, English, Hebrew
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— 258 — Ein wichtiges Moment ist hier noch nicht berührt worden. Durch den ganzen Orient geht eine tiefe Bewegjung — ich spreche von der mohammedanischen Welt. Es gibt eine tiefgehende mohammedanische Bewegung und kulturelle Entwicklung. Hier werden wir einsetzen können, um dadurch die tSympathie des Westens ziu gewinnen, wenn wir die Kulturträger des Westens im Osten jetzt werden, wenn wir durch unsere Vermittlung diese Kultur zum Gemeinbesitz der mohammedanischen Welt machen. Wir knüpfen dort an eine großartige Kultur, die wir noch nicht genau kennen, und wir verknüpfen dadurch die Kultur des Westens. Und da treten wir ein mit unserm moralischen Bewußtsein. Monumente sind vielleicht für Sie von geringer Bedeutung. Fragen Sie doch irgendwelchen Juden, welche Liegende so tief in seinen Geist und sein Gemüt sich eingeprägt hat, wie die vielleicht, wenn Sie wollen, lächerliche Legende des Rollens der Gebeine nach dem heiligen Grabe. Was bedeutet dieser Mythos? Die wirkliche Auferstehung unseres Volkes kann nur im Heiligen Lande vollzogen werden! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Nur noch ein Wort: als die ägyptischen Monumente eröffnet wurden und die letzten Spuren der alten ägyptischen Kultur ans Licht gefördert wurden, kam auch ein kleines Gefäß mit Samenkörnern zum Vorschein. Dasselbe war 4000 Jahre in den Katakomben eingeschlossen. Die Samenkörner wurden hieriauf in den Boden Aegyptens gestreut und sie sind aufgesprossen und haben wunderbare Früchte gezeitigt. In den Monumenten Palästinas liegen die goldenen Saaten noch begraben unserer Hoffnung, unseres Glaubens, unserer Zukunft und unserer Kultur. Dort müssen wir sie herausnehmen an das Licht Palästinas und sie wieder in den Boden Palästinas streuen. Und da werden sie goldene Früchte zeitigen, welche den Sieg des Zionismus bedeuten werden. (Stürmischer, anhaltender Beifall und Händeklatschen.) Del. Trietscli (zu einer persönlichen Bemerkung): Mr. Greenberg hat in seiner Rede zwei Kronzeugen angeführt, die seine Ausführungen bestätigen sollten. Der eine ist ein erklärter Territorialist aus Saloniki. Der andere bin ich. Ich kann gegen die Zusammenstellung nichts sagen. Ich möchte aber auf die Sache selbst eingehen, die so dargestellt ,worden ist, wie es auf dem Kongreß nicht geschehen sollte. Die Ansichten dieses Territorialisten sollten nicht vorgebracht werden, . . . Präs. (unterbrechend): Herr Trietsch, Sie sind doch nicht der Territorialist. (Heiterkeit.) Sie wollen doch eine persönliche Bemerkung machen! Del. Trietsch (fortfahrend): Die persönliche Bemerkung ist die, daß ich Ihnen mit hundert Briefen nach der einen und nach ,der andern Richtung dienen kann. Was aber die Zitierung meines Handbuches betrifft, so ist da wohl ein Irrtum unterlaufen. Man hat hier geltend gemacht, als ob ich von der Möglichkeit einer landwirtschaftlichen Ansiedkmg in Palästina gesprochen hätte, während ich nicht mehr gersagt habe, als ,daß im Verhältnis zur industriellen Kolonisation die landwirtschaftliche größere Schwierigkeiten bietet. Wenn Sie wünschen, kann ich das wörtlich verlesen. Aber ich glaube, meine Erklärung genügt. Was soll das hier in dieser Debatte? (Del. Greenberg: Das kann ich Ihnen sofort sagen!) Präs. (zu Trietsch): Ich bitte, sind Sie fertig? (Del. Trietjsch: Ja!) Del. Goldblum (zur Geschäftsordnung): Ich möchte fragen, wa.s für ein Unterschied zwischen für und gegen ist. Alle Redner nahen durchaus für die praktische Arbeit geisprochen. (Unruhe.) Präs. (das Glockenzeichen gebend): Um die Geschäftsordnung nicht zu stören, werde ich auf die Bemerkung des Herrn Goldblum nicht eingehen. (Zustimmung.) Ich habe Ihnen noch einiges mitzuteilen. Sämtliche Mitglieder der rumänischen Landsmannschaft werden dringend ersucht, sofort nach Schluß

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