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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 225

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 225 (sequence 223)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2800-3478940
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schulen ausbauen, und auf dieser Grundlage .müssen wir eine Mittelschule haben. Diese braucht nicht einmal ein Gymnasium zu sein. Auch für den Beza Tel muß viel mehr getan werden, dieses große Werk muß weiter ausgebaut werden, und zum Schluß wollen wir auch eine höhere Schule für die jüdische Geschichte, Archäologie, Kultur usw. haben; Wir werden zweifellos' Lehrer finden, wir werden auch Schüler haben für diese Hochschule. Alles das soll auf dem Wege der allmählichen Entwicklung geschehen. Ich fordere Sie auf, daß Sie die kulturelle Entwicklung Palästinas nicht atis Ihrer Tätigkeit ausschalten. Es muß gearbeitet werden, und wir werden andere Organisationen finden, weil wir aber mehr Interesse daran haben und vielleicht auch die Leute nach Palästina schicken, werden wir eine bessere Möglichkeit haben. Und die Lehrer in Palästina sind damit einverstanden, sie verlangen, daß man ihnen auf diesem Gebiet helfen soll. Es wäre sehr traurig, hätte die zionistische Organisation keine Pläne auf diesem Gebiete gehabt, und ich kann nur dringend raten, daß auch die zionistische Organisation als solche sich von nun an mit der Regelung des Schulwesens beschäftigt. Vielleicht wird man Großes erreichen; sollten wir aber nicht Großes auf einmal erreichen, dann werden wir auf dem Wege der Entwicklung vieles erreichen können, was wir anderswo nicht erreichen können. Wir müssen danach streben, daß wenigstens in Palästina die Jugend uns gehört. Wir haben die Juden der Welt in zwei Kategorien eingeteilt. Es gibt bare Juden und es gibt Wechseljuden. Wechseljuden in dem Sinne, daß wir nicht wissen, ob die zweite oder dritte Generation auch Juden bleiben werden, Wechseljuden sind die Juden der ganzen Welt. Bare Juden gibt es nur in Palästina. Wir glauben doch alle, daß die Erlösung nur auf dem Wege;der geschichtlichen Entwicklung geschehen kann. Wer kann die Garantie übernehmen, daß wir nach 100 Jahren oder nach 60 oder 70 Jahren noch genug Menschen haben werden? Jetzt zum Beispiel haben wir fünf Millionen Juden in Rußland, auch nach Amerika haben wir zwei Millionen geschickt. Ob sich diese Anlagen verzinsen, wissen wir nicht, aber wir werden zufrieden sein, wenn das Kapital wenigstens ganz bleibt. Wir haben nur ein Plätzchen auf der Erde, wo' wir es mit wahren Juden zu tun haben. Wenn die junge Generation in Palästina die richtige Erziehung bekommt, dann bleibt sie im Lande. Der palästinensische Jude braucht doch kein Opfer zu, bringen, um Palästina zu lieben. Denn wer nur einmal Palästina einen Besuch abgestattet hat, muß das Land lieben,

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