Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 198)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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— 200 — Ein anderes Argument liegt darin, daß, wenn Sie darauf bestehen, daß diese Statutenänderung durchgeführt wird, Sie zu großen Ausgaben gezwungen sein würden. Dasselbe Argument gilt ja auch für Herrn Zangwill und seine Freunde. Die haben dieselbe Furcht, welche sie abhalten könnte, daß sie zu großen Ausgaben gezwungen sein könnten. Und ich habe hier im Protokoll den Appell, den Herr Zangwill dem Richter gegenüber in bezug jäuf die Schwierigkeiten der Geldmittel machte, um seine Ideen genügend darzustellen. Herr Zangwill sagte (liest): „Die ernstliche Frage ist die, daß, wenn die Opposition alle diese bedeutenden Kosten ihrerseits für die Umfragen zu zahlen hat, die erstrebten Notwendigkeiten des jüdischen Volkes auf dem Spiele stehen; wir haben aber nicht genug Geld, um in dieser Sache eine endlose Agitation zu treiben." Und die Antwort des Richters war sehr wichtig. Der Richter Kekewich sagte (liest): „ich beabsichtige nicht, Ihnen in irgend einer Weise aufzuerlegen, eine Umfrage zu halten, ich gebe Ihnen nur die Gelegenheit dazu. Falls es nicht der Mühe wert ist, diese Gelegenheit wahrzunehmen, werde ich es bedauern, weil ich gerne Informationen haben würde, aber ich werde Ihnen nicht schuld geben. Wenn Sie^clas nächstemal hierher kommen, können Sie mit ganz denselben Informationen, die Sie jetzt haben, kommen. Aber wenn Sie das tun, werde ich dem Gesuch stattgeben." Die Situation ist die, daß dieses Argument, welches Sie verhindern könnte, noch viel mehr auf Herrn Zangwill einen Einfluß zu haben scheint. Und ich hoffe, daß Sie durch diese Suggestion nicht bestimmt werden, von Ihrer Pflichterfüllung abzustehen. Ein anderer Punkt, der erwähnt worden ist — ich bin erstaunt, daß diese Herren das Argument benutzt haben, weil es ein unwahres Argument ist —, daß der Richter uns den Auftrag gegeben hat, für die Opposition des Herrn Zangwill zu werben, ist ein unwahres Argument und eine unwahre Erklärung, ein solcher Auftrag wurde nicht gegeben. Präs. (unterbrechend): Mr. Bentwich, Sie meinen doch eine unrichtige Erklärung? Generalredner Bentwich: Jawohl! (Spricht englisch weiter. — Dr. Marmorek übersetzt): Die Wichtigkeit dieser Erklärung ist nicht das Wort selbst, sondern der Geist, der dasselbe beherrscht. Der Richter drückte den Wunsch aus, daß in die Zeitungen gesetzt werden soll, daß man eine Umfrage bei denjenigen halte, welche für die Statutenänderung sind und welche dagegen sind. Das heißt nicht Opposition werben. Im Gegenteil, das heißt werben für unsere Anhänger, die wirklich für die Statutenänderung sind. Das heißt," zur Kenntnis aller Zionisten der Welt bringen, daß sie berufen sind, zu bestimmen, daß diese Aenderung stattfinden soll. Und es ist ein unfaires Argumentieren, zu sagen, daß der Richter von dieser Opposition so sehr beeinflußt worden ist, daß er uns anrief, um die Opposition zu unterstützen, indem er die Sammlung von Stimmen verlangte. Meine Damen und Herren! Mir wurde von einem Redner gesagt, daß wir uns einer der größten Gefahren aussetzen, wenn wir diese Sta-