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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 172

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 172 (sequence 170)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2747-3478887
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— 172 — Ich habe aber in Köln — obgleich ich Herrn Dr. Weizmann gesagt habe, ich werde vors Gericht gehen — ganz spontan im letzten März erklärt, ich werde es nicht tun, und ich habe es nicht getan, 'und wenn ich es getan hätte, wäre vielleicht die Sache schon fertig, wir hätten den Prozeß verloren. Ich habe die Erklärung in Köln deswegen gegeben, damit man nicht sagen soll, daß ich gegen Palästina bin. Ich habe jedoch ganz andere Gründe. Ich will aber nicht mit Leuten zusammen kämpfen, die gegen Palästina sind. Was mich sehr überrascht hat, ist, daß Herr Rosenbaum hier von der Tribüne gesprochen hat — und er ist doch ein Advokat und weiß, wie man bei Gericht vorgeht — und gesagt hat, die gegnerischen Advokaten hätten von ganz privaten Papieren gewußt, und er hat diese unbedingte Insinuation hier ausgesprochen gegen Herrn Greenberg und mich.; Meine Damen und Herren! Herr Rosenbaum muß als Advokat wissen, daß man auch dem gegnerischen Advokaten alle Papiere ausliefern, ihn über alles informieren muß. Und noch eins hat Herr Rosenbaum auch vergessen, und ich staune darüber, da er ein so guter Advokat ist. Unser Prozeß, meine Damen und Herren, ist noch nicht einmal gehört worden. Man hat die gegnerischen Advokaten noch nicht einmal gerufen, und es ist überhaupt eine Frage, und es liegt gar nicht so klar, wie Herr Rosenbaum meint, ob der Richter unsere Abänderung gestatten wird, wenn auch eine Majorität, und auch eine gewaltige Majorität, dafür ist. Meine Damen und Herren! Vor dem Jahre 1890 war eine Abänderung von Statuten und Memoranden überhaupt nicht möglich. Erst seit 1890 ist eine solche möglich. Vor dieser Zeit, wenn man eine Abänderung wollte, mußte man die ^Gesellschaft liquidieren und eine neue Gesellschaft gründen. In der Zwischenzeit wurde aber ein Gesetz erlassen, nach welchem jede Lebensversicherungsgesellschaft 20 000 Pfd. St. beim Board of Trade deponieren mußte. Da aber die Yorkshire Woolcombers Association nicht die Absicht hatte, 20 000 Pfd. St. bei der englischen Regierung zu hinterlegen, hat sie gebeten, daß ihr Memorandtun beschränkt werde, damit sie das nicht zu tun brauchte, was sie von Anfang an wollte. Das wurde ihr auch gestattet. In diesen ganzen 17 Jahren ist jedoch dies der einzige Fall, der einzige Fall in ganz England, in dem man für eine solche Beschränkung der Statuten plädiert hat. Also, meine Damen und Herren, ich weiß nicht, ob wir es durchführen könnten, wenn wir auch einen Präzedenzfall schaffen wollten vor dem englischen Gericht. Was ist denn die ganze Sache? Brauchen wir noch ein koscheres Siegel auf unsere Bank zu drücken? Oder-glauben Sie, daß sie nicht koscher ist? (Heiterkeit.) Das ist doch die ganze Frage. (Lebhafter Beifall.) Es ist auch möglich, daß Sie, wenn Sie vor Gericht gehen, mit einem treifenen Siegel weggehen. Dann sind wir ganz verloren. (Beifall.) Ich bitte Sie, wenn Sie mit diesen Insinuationen, die nicht zum erstenmal vorkommen, vorgehen wollen, dann ist es ja ganz einfach. Sie brauchen nur gegen die Direktoren zu stimmen. Schneiden Sie aber die Bewegung wieder entzwei, dann ist die ganze Bewegung fertig. (Zwischenrufe, Beifall und Händeklatschen.) Del. Fogal: Geehrte Versammlung! Ich verstehe gar nicht, wie Sie hier auf dem Kongreß über eine Statutenänderung der Bank verhandeln können. Sie alle wissen, daß die Bank doch nicht dem Kongresse, sondern den Aktionären gehört und daß daher nur die Aktionäre über eine Statutenänderung verhandeln können. (Lebhafte Schlußrufe.) Ich bitte um Ruhe!

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