Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 149)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476270--2726-3478866- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 151 — Zionismus klar und deutlich an die Spitze getreten ist, es ist das Südafrika. . Von unseren südafrikanischen Brüdern haben wir die bedeutendsten, größten Sammlungen nicht nur für den Nationalfonds selbst, sondern auch für alle Aufgaben des Zionismus in seinem ganzen Umfange erhalten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wenn ich nun auf die Tätigkeit des Direktoriums selbst übergehe, so möchte ich bemerken, daß die nächstliegende Aufgabe des Direktoriums sich darauf beschränken mußte, frühere Beschlüsse des Aktionskomitees zu erledigen. Einer dieser Beschlüsse ging dahin, daß aus den Mitteln des Nationalfonds dem Bezalel ein Heim geschaffen werden solle. Sie haben von meinem verehrten Vorredner Herrn Prof. Dr. Warburg bereits gehört, daß der Nationalfonds zwei in einem schönen Garten gelegene Häuser zu diesem Zwecke erworben hat. Ich will hier nicht auf die Vorgeschichte dieser Erwerbung eingehen. Das würde, nachdem wir uns im Besitz befinden, heute auch nicht mehr interessieren, obgleich gerade die Geschichte dieser Erwerbung für die Mitglieder des Direktoriums außerordentlich lehrreich war. Wir haben an diesen Einzelerwerbungen gespürt und bemerkt, mit welch ungeheuren Schwierigkeiten wir bei der Erwerbung von Land, von Grund und Boden in Palästina zu kämpfen haben. Ein zweiter Beschluß,1 der ebenfalls von Herrn Prof. Warburg bereits erwähnt wurde, betraf die Erwerbung eines Grundstückes für die Anpflanzung des Herzlwaldes. Es war das ein Grundstück, das an der Bahnlinie von Jaffa nach Jerusalem liegt und welches den Namen Hulda führt. Die Bahn führt durch einen Teil des Grundstückes, und wenn in künftigen Jahren die jüdischen Pilger nach Jerusalem wallfahren und in Jaffa landen, dann werden sie auf dem Wege nach Jerusalem die grünenden Bäume des Herzlwaldes begrüßen, zur Erinnerung an unseren unvergeßlichen Führer. (Langanhaltender Beifall und Händeklatschen.) Wir haben es sodann für unsere Pflicht erachtet, zunächst uns über alle Dinge, die den Nationalfonds berühren, in Palästina zu informieren. Wir mußten und müssen doch alle unsere Erfahrungen selbst sammeln, wenn uns auch in glücklicher und ganz vorzüglicher Weise vorgearbeitet ist durch die Palästinakommission. Wenn wir .auch gewillt sind und beabsichtigen, immer Hand in Hand mit dieser bewährten Behörde der zionistischen Organisation zu arbeiten, so haben wir doch eine eigene Verantwortung und wraren genötigt, uns selbständig über verschiedene Fragen erst zu informieren. Das erste, was wir in dieser Richtung getan haben, war die Einholung eines ausführlich begründeten juristischen Gut-