Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 129)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476270--2706-3478846- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
der Palästinakommission eine viel weitere Grenze gezogen, als bei ihrer Einsetzung auf dem VI. Kongreß im Jahre 1903. Während damals als der Hauptzweck der Palästinakornmission festgelegt worden war, „die wissenschaftliche und praktische Erforschung Palästinas, und der für diese in Betracht kommenden Länder in wirtschaftlich-technischer, rechtlicher und geographischer Beziehung*und daneben nur noch einige spezielle Aufgaben der Palästinakommission gestellt wurden, wie die Einrichtung eines landwirtschaftlichen und technischen Auskunftsbureaus, die Errichtung einer landwirtschaftlichen und technischen Versuchsstation, einer medizinischen Untersuchungsstation und die Herausgabe einer Zeitschrift für Palästinakunde, so war seit dem letzten Kongresse die Möglichkeit gegeben, auch für die praktische Kolonisation direkt zu arbeiten, freilich, wie ausdrücklich hinzugefügt wurde, „unter Ablehnung jeder planlosen, unsystematischen und philanthropischen Kleinkolonisation, da eine solche nicht in den Rahmen des Punktes 1 des Baseler Programms fallen würde." Als Budget sollte die Palästinakommission für jedes der beiden Jahre mindestens 15 000 Francs erhalten, leider aber konnte dasselbe bei weitem nicht eingehalten werden, es blieb vielmehr nach Tilgung der in der letzten Berichtsperiode aus gleichen Ursachen aufgelaufenen Schuld von 6500 M. nur noch der minimale Betrag: von kaum 1000 M. für die beiden laufenden Jahre zur Verfügung. Auch die freiwilligen Spenden, die in Höhe von fast 3000 M. einliefen, vermochten die Lage der Kommission nur wenig zu bessern, so daß es faktisch unmöglich war, auch nur den größeren Teil des umfassenden Palästinaprogramms des VII. Kongresses auszuführen. Wenn die Kommission es dennoch gewagt hat, an manche der ihr gestellten Aufgaben heranzutreten, so hat sie es getan, weil die zunehmende Arbeitsfreudigkeit der Zionisten bezüglich Palästinas sie hoffen läßt, daß dieser Kongreß glücklichere Verhältnisse für die Palästinaarbeit schaffen wird. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Immerhin konnte nicht verhindert werden, daß das Defizit bis zum 1. Juli auf über 9000 M. angeschwollen ist. (Hört, hört!) Arbeiten. Was nun die Tätigkeit der Palästinakommission selbst in den zwei Berichtsjahren betrifft, so wurden vor allem, die in der vorigen Berichtsperiode begonnenen Forschungsarbeiten in Palästina fortgesetzt. Hatte im Jahre 1904 der Geologe Professor Dr. Blanckenhorn in Verbindung mit dem Agronom Aaronsohn die Umgegend des Toten Meeres aufs gründlichste in geologischer und agronomischer Beziehung durchforscht, so bestand seit