Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 124)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 126 — sich : die Zeiten sind schlecht, und dieser Posten muß gestrichen werden. (Heiterkeit.) Ich führe nicht das Wort z!ur Verteidigung des Berichtes, ich appelliere an das Verständnis; ein Bericht muß doch verstanden werden. Welche Logik liegt in dieser phrasenhaften Aufbauschung vermeintlicher Kontraste zwischen den Ausgaben für Palästina und den Ausgaben für die Organisation. Wozu besteht denn die zionistische Organisation und wozu das Aktionskomitee? Worin besteht die Korrespondenz des A. C, worin die Tätigkeit der Verwaltung? Wozu ist die Presse dieses Komitees? Richten Sie doch nicht eine imaginäre Scheidewand zwischen diesen zusammengehörenden Aktionen auf. Alles das geschieht doch mittelbar oder unmittelbar für den einen Zweck. Daß man tatsächlich zu wenig getan hat, dieser Vorwurf kann und soll auch gemacht werden, so oft es nur nötig ist; aber die Verdrehungen und Verzerrungen sollen doch einmal aufhören! (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Heymann: Verehrter Kongreß! Es waren vom vorigen Kongresse vier Revisoren bestellt. Sämtliche Revisoren mußten wegen Krankheit oder aus anderen Gründen diesem Kongresse fernbleiben. Infolgedessen hat das A. C. die Herren Jakob Scheskin aus Wilna, Isaak Estrin aus Bobrujsk und mich zu Revisoren bestellt. Im Namen des Revisionskomitees habe ich nun die Ehre, zu erklären, daß wir die Bücher des Kölner Zentralbureaus geprüft und die Bilanz in Übereinstimmung mit den Büchern gefunden haben. Ich ersuche sohin im Namen der Revisoren, dem A. C. finanziell gleichfalls Decharge zu erteilen. Vizepräs. Dr. Gaster: Ich schreite zur Abstimmung. Wer dem A. C. die Decharge erteilen will, erhebe die Hand. (Geschieht.) Gegenprobe! (Dieselbe erfolgt.) Die Decharge ist mit allen gegen fünf Stimmen erteilt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich habe dem Kongreß noch einige Mitteilungen zu machen. In erster Reihe ersucht die deutsche Landsmannschaft den Kongreß, die Gesinnungsgenossen aufzufordern, dem A. C. außer dem jährlichen Schekel noch möglichst hohe persönliche Jahresbeiträge zur Verfügung zu stellen. Es versammeln sich: 1. die Natiönalfondskommission und alle, die für die Propaganda des N. F. tätig sind, nach der Sitzung im Saale des großen A. C.; 2. die amerikanische Landsmannschaft um 8 Uhr heute abend im Landsmannschaftsgebäude; 3. die Misrachi um 8 Uhr im Landsmannschaftsgebäude; 4. die russische Landsmannschaft heute abend 8 Uhr; 5. der Organisationsausschuß morgen früh 9 Uhr hier; 6. die englische Landsmannschaft jheute abend 9 Uhr im Saale des A. C.; 7. die Freunde der Nationalbibliothek morgen unmittelbar nach der Vormittagssitzung auf dem Präsidialpodium. Zur Tagesordnung, die verteilt worden ist, muß nachgetragen werden: Herr Dr. Bodenhei mer wird morgen unmittelbar nach dem Referate des Herrn Prof. War bürg sein Referat über den Nationalfonds halten. Zu einer Mitteilung hat sich das Wort Herr Dr. Katzenelsohn erbeten, ich erteile ihm das Wort.