Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 76)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 78 — große A. C., der Permanenzausschuß, das Direktorium der Bank, des N. F. und der A. P. O. und endlich die;Delegierten in Palästina!. Del. Dr. Spitzer: Durch den Antrag des Dr. Heymann ist in der Sache nichts geändert. Wir hören wieder nur von 21 Mitgliedern und wissen noch immer nicht, wie diese Mitglieder auf die Landsmannschaften verteilt werden sollen. Ich bin unbedingt gegen die Anzahl von 21 Mitgliedern. Del. Scheinkin: Ich beantrage, daß jede größere Landsmannschaft für je zehn Mitglieder einen Vertreter, im ganzen also fünf bis sechs/ wähle, kleinere Landsmannschaften wenigstens einen. Del. Dr. Gaster: Es liegt ein Mißverständnis vor. Wir haben nicht vorgeschlagen eine permanente Palästina-Kommission, sondern es handelt sich darum, für morgen Stellung zu nehmen, um die Debatte am' Freitag in bestimmte Bahnen zu lenken, dann hört die Kommission überhaupt auf. Del. Dr. Daielies: Ich habe dem Vorsitzenden einen anderen Antrag vorgelegt, der weitergehend ist, und habe das Recht, Sie zu bitten, über diesen Antrag zuerst abzustimmen. Wir beantragen, daß zur Gründung der Palästina-Kommission erst geschritten werde, wenn die Frage der praktischen Arbeit hier in der Sitzung vollständig diskutiert worden ist. Ich glaube, daß hier mit dem Worte Palästina-Kommission vorläufig nur gespielt wird. Wir haben ja unter diesem Worte etwas ganz anderes verstanden. , Präs. Wolffsolm: Dieser Antrag ist überflüssig, Sie können ja einfach gegen die Anträge stimmen. Sie können aber nicht sagen, daß ein Antrag nicht eingebracht werden soll. Del. Dr. Daiches: Ich bitte also, gegen den Antrag zu stimmen. Präs. Wolffsolm: Ich bringe nun den Antrag Tschlenow—Heymann zur Abstimmung. Derselbe geht dahin, eine Kommission von 21 Mitgliedern einzusetzen, welche von den Landsmannschaften gewählt wird. (Ruf: Wie?) . . . Nach dem altbekannten Schlüssel, wie die Kommissionen überhaupt zusammengesetzt werden. Zutritt und Stimmrecht in dieser Kommission haben die Mitglieder des großen A. C, die Direktoren der Bank, des N. F. und der A. P. C, der Permanenzausschuß und die in Palästina gewählten Delegierten. Wer dafür ist, hebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist angenommen. Die Wahlen werden morgen früh vorgenommen werden und morgen früh werden wir auch den Modus angeben, wie die Wahlen erfolgen sollen. Jetzt habe ich noch die Tagesordnung für morgen mitzuteilen. Nachdem wir die Kommission gewählt haben werden, werden wir die Diskussion über den Rechenschaftsbericht fortsetzen. Es wird mir soeben mitgeteilt, daß hier im Saale Personen anwesend sind, die keine Delegierte sind. (Hört! Hört!) Ich mache die Betreffenden, falls solche hier sind, darauf aufmerksam, daß wir die strengsten Maßregeln ergreifen werden. Der Saal ist nur für Delegierte bestimmt. Wir können nicht dulden, daß Nichtdelegierte im Saale sich aufhalten. Ein Delegierter: Ich beantrage, daß ein Programm gedruckt werde. Pr,äs. Wolffsolm: Ich werde dies beim Bureau anordnen, wenn es möglich ist. Del. Dr. Tschlenow: Die Sitzung der deutschen Landsmannschaft findet morgen nicht statt. Die russische Landsmannschaft versammelt sich heute 1/29 Uhr in diesem Saale. Präs. Wolffsolm: Die morgige Sitzung beginnt um i/2io Uhr von-' mittag. Die heutige Sitzung ist geschlossen. (Schluß der Sitzung i/28 Uhr abends.)