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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 61

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 61 (sequence 59)
Language
German, English, Hebrew
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— 61 — Mitglied Herr Schein erworben, der, obgleich von Beruf Kaufmann, keine Mühe scheute, bei jedem Anlasse für den Nationalfonds einzutreten. (Beifall.) Das wären die guten Seiten der Juden in Rumänien. Leider gibt es auch betrübende Momente. Im letzten Jahre bemerkten wir eine gewisse Abnahme der Begeisterung. Es mag dies in Gründen liegen, auf die ich hier nicht eingehen kann, aber ich kann nur das eine sagen, daß ein guter Teil auch uns zuzuschreiben ist. So wurde der letzte Delegiertentag dreimal einberufen, er kam aber nicht ein einzigesmal zustande. Ich mache darauf aufmerksam, damit diejenigen, die dazu direkt oder indirekt beigetragen haben, das wieder gutzumachen trachten. Im allgemeinen können wir sagen, der Zionismus ist in Rumänien stark, aber es tut not, daß der Zionismus überall Verbreitung findet und in erster Linie in die Schule hineingetragen wird. Denn nur durch die Erziehung unserer Jugend können wir hoffen, daß der Zionismus in Rumänien in die Tat umgesetzt wird. Wie gesagt, die letzten Ereignisse haben den Zionismus ein bißchen geschwächt. Aber wie überall in Momenten der Verzweiflunng, so gilt auch insbesondere hier das Wort: Mut, Mut und wiederum Mut! (Beifall.) Vizepräs. Dr. TschlenowDas Wort hat Herr Kaplanski- Kaplan. (Ist nicht anwesend.) Herr Nathan Groß. (Nicht anwesend.) Herr Leon Schußheim. (Nicht anwesend.) Herr Jakob 'Kenner. (Nicht anwesend.) Herr Leo Goldhammer. (Nicht anwesend.; Herr Zwi L o r i e. (Nicht anwesend.) Herr Schochat. (Nicht anwesend.) Herr Israel Appelbaum. (Nicht anwesend.) Del. Memirower: Nachdem so viele Herren abwesend sind, müssen wir uns die Sache erklären. Die Herren sind vielleicht beim Permanenzausschuß. (Rufe: Ist schon zu Ende!) Del. Dr. Leo Reich (mit lebhaftem Beifall begrüßt): Verehrter Kongreß! Bevor ich ad meritum schreite, will ich einige Worte in formeller Beziehung an das hohe Präsidium richten. Es wurde hier vor einem Moment die Bitte an das hohe Präsidium gerichtet, man möge künftighin die Referate vor deren Verlesung unter die Delegierten verteilen. Ich bitte noch, man möge uns möglichst rasch, heute, höchstens morgen, die ganze Tagesordnung für den Kongreß geben. (Beifall.) Ich befinde mich zum erstenmal bei einem Kongreß, wo die Tagesordnung zum Schluß des ersten Beratungstages überhaupt noch nicht bekannt ist. (Rufe: Sehr richtig!) Und nun schreite ich zum Meritum. Der Bericht, den der verehrte Herr Sokolow vorgelesen hat, bildet vielleicht eine Abspiegelung des Lebens in der zionistischen Partei, aber er bildet keinesfalls eine Abspiegelung der Tätigkeit des A. C. Vieles wurde nicht erwähnt, was das A. C. geleistet hat und ^vurde uns bloß hie und da in einigen Worten umgedeutet. Vieles, was geleistet wurde, geschah, wenn nicht gegen den Willen, so doch jedenfalls ohne Hinzutun des A. C. Wir möchten aber doch wissen, was wir denjenigen zu verdanken haben, die wir an die Spitze der Bewegung gestellt haben. Herr Sokolow erwähnte unter anderem, daß das A. C. mit den Regierungen Konferenzen hatte und vielleicht — meinte er — sind die Konferenzen nicht erfolglos geblieben. Da möchten wir denn doch wissen, was das Wesen dieser Konferenzen war und, wenn eine Mitteilung darüber unmöglich sein sollte, inwieweit irgendwelcher Erfolg zu verzeichnen ist. Wir wollen daraus die Lehre ziehen, ob wir in Zukunft an dieser Politik festhalten sollen oder nicht. Herr Sokolow erwähnte schließlich die Entwicklung der Bewegung in den einzelnen Ländern. Dies alles ist so knapp, ich möchte sagen so verschwommen dargestellt, daß es eigentlich am Platze wäre, wenn die

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