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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 50

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 50 (sequence 48)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2625-3478765
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harren in eiserner Geduld geschaffen werden müssen. Nicht im Sonnenschein der Hoffnungen, sondern im Zeichen der Reaktion haben wir die Arbeit begonnen. Die Mitläufer wurden enttäuscht und der großen Worte überdrüssig. Goldene Berge sind ihnen versprochen, hohe Ziele gezeigt worden, doch die erhoffte Herrlichkeit wurde immer dichter vom Nebel umhüllt. Keiner Verheißung ist die Erfüllung, keiner tönenden Rede die Schöpfertat gefolgt. Das Tiefnationale, das heilige Sehnen der Stammesart nach ihrem unter dem Schutt der Jahrtausende vergrabenen Jugendborn, nach ihrer Wurzelkraft im ureigenen Boden, dieser Freiheitsdrang war für diese Masse ein kurzfristiges Unternehmen, und diese Schicht mußte wegfallen, wenn man sie nicht durch künstliche Galvanisierung in Zuckungen erhalten wollte. Es war eine schwere Krise, die wir zu überstehen hatten. IV. Die ersten Arbeiten. Pogrome und Hilfswerk. Kaum hatten wir diese unsere Schwierigkeiten überwunden, da scholl es uns wehevoll und drohend aus dem Ansiedlungsrayon. Osteuropas herauf. Es war ein Aufschrei unseres Volkes und er bohrte sich in Herz und Nieren. Wir wandelten mit dem Volke durch das Tal des Todesschattens, wir durchlebten mit ihm die Schauerzeit der Marter und Qü\al. Monatelang war es nicht möglich, über etwas anderes zu denken. In solchen Zeiten gilt kein Programm. Die Reflexe des Selbsterhaltungstriebes regen sich von selbst. Unsere ganze Arbeitskraft wjurde in die Goluthwelie, geworfen. Wir waren bei dieser Angelegenheit nach unserer besten Kraft bemüht, helfend einzugreifen, und haben insbesondere da gewirkt, wo cyS den anderen Organisationen unmöglich war oder wo diese versagten. Wii^ wandten uns an die Regierungen und Fürsten, mit denen unsere Organi-X^ sation bisher in Verbindung gestanden hatte, und wir glauben, daß diese \ Vorstellungen nicht ganz ohne Bedeutung geblieben sind. Wir haben eine Reihe von Konferenzen abgehalten, deren Beschlüsse die Grundlage der Beratungen des alsbald tagenden Engeren Aktions- Komitees bildeten. Wir setzten uns mit unseren Gesinnungsgenossen in der ganzen Welt in Verbindung, um durch ernste und würdige Kundgebungen - und Proteste die öffentliche Meinung gegen die Massakres aufzurütteln. Wir ließen alle Zusammenhänge und Beziehungen zum Guten und Rechten r wirken.! Wir haben gemeinsam mit der Jüdischen Kolonialbank eine Sammlung^ eingeleitet. Unsere Kolonialbank stellte sich mit einem Beitrag vor^j. 2000 Pfd. St. zugunsten der Opfer der Pogroms an die Spitze der Spenden.Tj Insgesamt sind bei der Bank 10330 Pfd. St. eingegangen. Außerdem sin,dn noch andere Beträge bei der Bank eingelaufen, über deren Verwendung r, von den Spendern spezielle Bestimmungen getroffen waren und die sofort q der Bestimmung zugeführt wurden. Die Verfügung über die Hilfsgelder j beschloß das Aktions-Komitee einem Komitee zu übertragen, das aus sämt-;s liehen russischen Aktionskomitee-Mitgliedern besteht. Dieses Komitee hat t

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