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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 48

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 48 (sequence 46)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2623-3478763
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- 48 — Ghettos leben, haben für diese Erscheinung ein Lächeln des Mitleids, wenn nicht gar des Hohnes. Aber al todin es chawercho ad schetagia limekomo — man muß sich in die Lage desjenigen versetzen, den man beurteilen will. , III. Die neue Einrichtung des Zentralbureaus. In diesem Stadium des Uebergewichts der Bewegung über die bestehenden Formen der Organisation ist die Tätigkeit der Verwaltung um so schwerer. Es ist an sich schwer, ein Gerüste und eine Bewegung zu bauen. Doppelt schwer war es während des krisenvollen Provisoriums, das nach dem Tode Herzls entstanden ist. In der Konsequenz der beispiellosen Popularität des großen Führers lag es, daß das Verschwinden seiner zentralen Persönlichkeit eine gewisse Reaktion hervorrufen mußte. Der solide Unterbau der Institutionen, die er geschaffen, wurde erschüttert, der Lebensfaden der Agitation schien zerschnitten, die Leitung brach schier zusammen unter der Last, die sie sich aufgeladen hatte. Dazu kam noch das heimliche Zerstörungswerk von innen heraus, die furchtbaren Kämpfe und Seelenspannungen, der Parteigeist und Fraktionshader, die Verdrehungen, Maßlosigkeiten und Verdächtigungen, die man gegeneinander schleuderte, das Ueberwuchern der Phrase, die durch das Aufbauschen verschiedener Parolen die Illusion erzeugte, als ob zwischen diesen und jenen, die im Grunde Gesinnungsgenossen waren, unüberbrückbare Abgründe gähnten. Das Zersplitterte, Lokale und Dezentralisierende trat in den Vordergrund. Zuletzt verschlimmerte sich die allgemeine Lage. Die Schatten der herannahenden Erschütterungen, die Leiden und Krisen des Krieges fielen über das Land, das als Hauptreseryoir zionistischer Kräfte galt. In dieser Zeit der Not und des Zweifels, der Verwirrung und der Zerfahrenheit wurde das Zionistische Zentralbureau von Wien nach Köln verlegt. (Beifall.) Sofort nach dem 7. Kongresse wurde mit der Ueberleitung der Agenden des ehemaligen Wiener Bureaus nach Köln begonnen. Die Schwierigkeiten der Einrichtung in Köln waren nicht gering. Es war eine Reorganisation der Bureaus vorzunehmen, die einerseits aus den veränderten Verhältnissen in bezug auf die Leitung resultierten, andererseits dem Zwecke dienten, die Organisation administrativ zu vervollkommnen. Nachdem sich die Unmöglichkeit ergeben hatte, wie es ursprünglich geplant war, ein Zentralbureau in Berlin einzurichten, begann das Zionistische Zentralbureau in Köln am 1. Oktober 1905 seine Tätigkeit, die vorderhand hauptsächlich administrativ-organisatorischer Art sein mußte. Es war ein Hauptbestreben des Bureaus, die Verbindungen mit den Landsmannschaften enger zu knüpfen und insbesondere die unbedingt notwendige und dringliche finanzielle Reorganisation der Bewegung in Angriff zu nehmen. Auch bemühte sich das Bureau durch Mittel mannigfacher Art, an Punkten, wo die Bewegung nachgelassen hatte, belebend einzuwirken. Ende des Jahres 1905 erfolgte die Uebersiedlung der „Welt" nach Köln. Damit

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