Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 36

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 36 (sequence 34)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476270--2611-3478751
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

— 36 - sationsstatut eine Reihe von Lücken aufweist, die dringende Abhilfe notwendig machen. Es muß unseres Erachtens im Organisationsstatut festgelegt werden, daß sämtliche Landsmannschaften die Originalprotokolle der Wahlen dem Kongreßbureau einsenden. Mit der bloßen Versicherung der Leiter der Landesorganisationen, daß die Wahlen ordnungsgemäß stattfanden, sollte man sich auch dann nicht begnügen dürfen, wenn kein Zweifel bezgl. deren Erklärungen obwalten kann. Das A, C. hat wohl Formulare der Wahlprotokolle in diesem Jahre ausgegeben, aus denen, wenn sie richtig ausgefüllt sind, ersichtlich ist, wieviel Schekelzahler an der Wahl teilgenommen haben und in welcher Weise die Wahl stattfand. Notwendig wäre aber, daß außerdem aus den Protokollen ersichtlich ist, wieviel Stimmen auf die einzelnen Kandidaten entfielen, und daß alle diese Bestimmungen durch Aufnahme in das Organisationsstatut obligatorisch gemacht werden. Ebenso scheint es uns unhaltbar, die Festsetzung aller Wahlmodalitäten den einzelnen Landesqrganisationen zu überlassen; es sollte jedem Verein, der über mindestens 200 Schekelzahler verfügt, ohne weiteres das Recht zustehen, seine Delegierten für den Kongreß zu wählen, ohne verpflichtet zu sein, daß sämtliche Schekelzahler einer Stadt oder gar eines Landes zu einer Wahlgruppe vereinigt werden. Landesorganisationen sollen nur berechtigt sein, über etwaige überschüssige Schekelzahler selbständig zu verfügen, sowie über solche Gruppen, die weniger als 200 Schekelzahler haben. - Unsere Erfahrungen veranlassen uns ferner, die Forderung zu erheben, daß sämtliche Delegiertenkarten vor ihrer Ausgabe dem Legitimationsausschuß übergeben werden; erst dieser gestattet die Ausgabe an die Delegierten, nachdem er jede einzelne Delegiertenkarte mit einem nur ihm zugänglichen Stempel versehen hat. Wir bitten den Kongreß sehr, diese Forderung zu einem Beschluß zu erheben. Es ist bedauerlich, daß die Forderung de's Legitimationsausschusses des letzten Kongresses, die dahin ging, daß nur die an die Zentralkasse bereits abgelieferten Gelder die Basis für die Zahl der Delegierten bilden sollen, nicht genügend beachtet wurde; es ergibt sich daraus die Notwendigkeit, dieses im Organisationsstatut festzulegen. . Wir bitten den Kongreß, diese Empfehlungen der Organisationskommission als Material zü überweisen. (Beifall.) Präs. Wolffsohn: Sie haben den Bericht des Legitimationsausschusses gehört; derselbe beantragt, die Wahl aus St. Gallen abzulehnen. Del. Dr. Tschlenow gibt die russische, Del. Dr. Gaster die englische Uebersetzung. Del. Nassau: Ich vermisse Aufschlüsse darüber, wieviel Delegierte auf dem Kongresse anwesend und wie stark die einzelnen Landsmannschaften vertreten sind. Ich glaube, daß 'dies zu wissen notwendig ist und die Verlautbarung nachgeholt werden sollte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.