Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 33)
- Language
- German, English, Hebrew
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- 35 — N. Israel, Bryanmawr und Albertillery Zionist Association; Dr. Jacob Spinner, Lemberg; Dr. J. Weil, Teplitz-Schönau; Jur. Lajos Nasch, Prag; Dr. Philipp Sommer, Czernowitz; Heinrich Periber g e r , Lemberg; Dr. Martin Weißmann, Wien, ehemaliger Redakteur der „Welt"; Julius Bondy, Horowitz; die Schriftstellerin Martha W o I f e nst ein; Oberrabbiner M. A. Roth, Papa; Mirjam Grünzweig, Antwerpen; David Weinberg, Antwerpen; Nissen Steinb e r g, Galatz, Vizepräsident des Zentralkomitees in Rumänien; Leopold Samuely, Galatz, und endlich M. Z e i 11 i n aus Petersburg, der auf der Fahrt zum Kongreß beim großen Eisenbahnunglück, das vor einigen Tagen bei Gnesen passierte, verunglückt ist. Er war uns ein treuer Freund und Kollege. Unsere Freunde in Berlin haben ihm am letzten Sonntag das Ehrengeleite gegeben. Wir werden denen, die nicht mehr unter uns sind, ein ehrendes {Andenken bewahren. _ Bevor wir in die Tagesordnung eintreten, bitte ich den Vorsitzenden des Legitimationsausschusses, uns dessen Bericht zu erstatten. Bericht des Legitimatioiisausseliusses. ' Obmann des Legitimationsausschusses Percy Baker: Geehrter Kongreß! Im Namen des Legitimationsausschusses habe ich die Ehre, folgendes zu berichten: Nach Prüfung der Wahlakte und eingelaufenen Proteste können wir mit Genugtuung konstatieren, daß die vom Legitimationsausschusse des letzten Kongresses empfohlene Einheitlichkeit der Protokolle viel dazu beigetragen hat, die Arbeit des Ausschusses wesentlich zu erleichtern. Wir können konstatieren, daß im allgemeinen die Wahlen viel präziser vorgenommen wurden als bisher. Es haben nur einige Wahlen stattgefunden, die nicht den Formalitäten entsprechen, die man füglich fordern sollte. Wir möchten dies zum Teil den großen Entfernungen dieser Wahlgruppen vom Zentrum der Bewegung zuschreiben. Fast alle Landsmannschaften haben mit besonderer Sorgfalt gewählt, so daß die Zahl der eingelaufenen Proteste überhaupt nur eine kleine gewesen ist. Von diesen Protesten mußten jene aus Belgien zurückgewiesen werden, da das Organisationsstatut der Belgischen Federation das Recht gibt, ihre Wahlen so durchzuführen, wie es geschehen ist. Ueber eine Anzahl Proteste konnte zur Tagesordnung übergegangen werden, da dieselben teils zurückgesetzt wurden, teils haben die Gewählten auf ihre Mandate verzichtet. Zu unserem Bedauern müssen wir dagegen die Wahl des von der Ortsgruppe St. Gallen gewählten Delegierten beanstanden. Die Gründe des Protestes waren zwar nicht in allen ihren Teilen nachzuprüfen, immerhin steht für uns fest, daß ungehörige Wahlbeeinflussungen und andere Unzulässigkeiten stattgefunden haben. Wir sind daher gezwungen, zu beantragen, diese Wahl für ungültig zu erklären. Wenn wir nun auch dazu kommen, dem Kongreß zu empfehlen, alle übrigen Wahlen gutzuheißen, so haben wir doch die Pflicht, zu betonen, daß dies in einigen Fällen nur deshalb geschehen mußte, weil das Organi-