Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 263)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 265 — tung nach ihrem Ermessen in jedem einzelnen Falle zu entscheiden." Schriftführer Dr. Tsclüenow übersetzt diesen Antrag ins Russische. Präsident: Ich bitte jene Herren, die mit diesem i\ntrage einverstanden sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist mit allen gegen eine Stimme angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es ist noch ein Antrag eingelaufen, dahingehend, dass man Spenden für den Nationalfonds nicht mehr jede Woche, sondern jeden Monat, und dass man zweimal im Jahre den Stand des Nationalfonds bekannt gibt. Ich möchte den Vorschlag machen, dass der Antrag Dr. Joffes und der Antrag, über den Ausweis der Spenden der Leitung des Nationalfonds überwiesen werde, wenn Herr Dr. Joffe damit einverstanden ist. (Widerspruch seitens des letzteren.) Herr Dr. Joffe besteht auf der Abstimmung. Er will eine Behörde schaffen. Dazu möchte ich folgendes bemerken: Wir müssen damit sehr vorsichtig sein, so ohne weiteres in fünf Minuten eine Behörde einzusetzen, die nur grosse Ausgaben macht. Derartige Dinge lassen sich nicht über das Knie brechen, sondern wollen gut überlegt und studiert sein. Aus diesem Grunde hatte ich beantragt, die Angelegenheit der Leitung des Nationalfonds zu überweisen, damit diese die Sache gut studiere. Herr Dr. Joffe lehnt jedoch meinen Vorschlag ab, und so bin ich gezwungen, seinen Antrag sofort zur Abstimmung bringen zu lassen. Ich bitte, dies ins Russische zu übersetzen. Del. Dr. Jacobsolm (gibt die russische Uebersetzung). Vizepräsident Wolffsöhn: Wer für den Antrag Joffe ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegengrobe. (Nach einer Pause.) Der Antrag Joffe ist abgelehnt. Wir gehen nun zur Organisationsfrage über. Das Wort hat der Referent des Organisationsausschusses, Herr Dr. H antke. Berichterstatter Dr. Hantke (besteigt die Tribüne. — Rufe: Pause!) Vizepräsident Dr. Alex. Marmorek: Wir müssen heute abend schliessen. Ich bitte um Ruhe! Herr Dr. Hantke wird jetzt das Referat erstatten, dann werden wir über eine eventuelle Pause abstimmen. (Lebhafte Zwischenrufe. — Rufe: Zur Geschäftsordnung!) Nachdem Herr Dr. Hantke bereits das Wort erhalten hat, kann ich niemandem mehr das Wort erteilen. (Lärm.) Niemand hat jetzt zu reden als Herr Dr. Hantke. Ich bitte, Herr Doktor, das Wort zu nehmen.