Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 239)
- Language
- German, English, Hebrew
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VI. TAG I. AUGUST 1905 NACHMITTAGS-SITZUNG BEGINN 1 UHR 40 MINUTEN Präsident Dr. ISfordau: Die Sitzung ist eröffnet. Ehe wir in die Verhandlung eintreten, richte ich nochmals die dringende Bitte an den hohen Kongress, dass jedes Mitglied, das etwa im Laufe des heutigen Nachmittags noch das Wort nehmen will, sich der möglichsten Kürze befleissige, denn wir müssen unter allen Umständen heute abend um io Uhr fertig sein, und wenn der Kongress nicht eigentlich ergebnislos auseinander gehen soll, müssen wir bis dahin wenigstens die wichtigsten Punkte der Tagesordnung erledigt haben. Als solche möchte ich bezeichnen: 1. Die Beschlussfassung über die Palästinafrage. 2. Die Beschlussfassung, gleichbedeutend mit dem Absolutorium über den Bericht des A. C. 3. Organisation und Propaganda, 4. Neuwahlen. Diese vier Punkte müssen unter allen Umständen erledigt werden, damit der Kongress nicht ergebnislos bleibe, oder, um mich noch eindrücklicher auszusprechen, damit wir weiter leben können. Ich hoffe, dass diese Worte genügen werden, um jedem einzelnen zu zeigen, was seine Pflicht ist. Herr Dr. Heinrich Loewe hat das Wort zur Palästinafrage. Del. Dr. Heinrich Loewe: Geehrter Kongress! Ich hatte die Absicht, hier einen längeren motivierten Antrag zu stellen und Ihnen ausführlich die Gründe anzugeben, die eine kleine Gruppe von Freunden unter Vorsitz des Herrn Professors War bürg veranlasst hat, mich zu beauftragen, diesen Antrag dem Kongresse zu unterbreiten. In Anbetracht dessen aber, dass auch wir uns. alle Mühe geben wollen, unserem verehrten Vorsitzenden dabei behilflich zu sein, den Kongress unter Erschöpfung sämtlicher Fragen heute abend zur festgesetzten Zeit zu Ende zu bringen, beschränke ich mich auf wenige Worte. Es handelt sich um die jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem. Sie verstehen alle selbst die eminente Bedeutung, die eine jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem hat, Sie verstehen den unermesslichen Kulturwert, der von dort für die jüdische Nation ausgeht, Sie verstehen, welche ungeheuere Bedeutung das jüdische Volk diesem Kulturwerke beimessen muss. Aus diesem Grunde stelle ich ohne jede Begründung namens einer kleinen Gruppe, der insbesondere Herr Professor W a r b u r g - Berlin, Herr