Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 237)
- Language
- German, English, Hebrew
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— . 239 — (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist mit grosser Mehrheit angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Referent Dr. Soskin: Meine Damen und Herren! Als einer der Berichterstatter der Kommission ergreife ich jetzt das Wort, um auf mehrere Einwände und Vorwürfe, die unserer Kommission gemacht worden sind, kurz zu erwidern. Herr Scheinkin macht uns den Vorwurf, dass „Alt-Neuland" nur in deutscher und nicht in russischer Sprache erscheint. Wir haben uns in Verbindung gesetzt mit russischen Gesinnungsgenossen und der Redaktion des „Jüdisches Leben", um die Zeitschrift auch in russischer Sprache erscheinen zu lassen, doch bis jetzt konnte aus verschiedenen Gründen eine Uebersetzung ins Russische nicht erfolgen. Dass eine Bibliothek in Palästina notwendig ist, damit sind wir unbedingt einverstanden. Vorläufig war uns unsere Bibliothek in Berlin ausserordentlich von Nutzen, und ich kann nicht verstehen, warum wir sie dort nicht haben sollen. Die Köthener Kurse sind selbstverständlich nicht ein absoluter Erfolg. Ich glaube, und wir wollen es hoffen, dass zum zweitenmal die Sache besser wird, und ich bin der Ansicht, dass man mit dem ersten Versuche immerhin auch zufrieden sein kann. Herr Scheinkin sagt weiter, die „Palästina-Handelsgesellschaft" arbeite in Palästina nicht. Die „Palästina-Handelsgesellschaft" ist erst vor kurzem gegründet worden und wird selbstverständlich in Palästina arbeiten, sobald sie das Terrain genau studiert haben wird. Es wurde die Frage gestellt, ob Terrain für die Kischinewer Waisen gekauft wurde. Wie es scheint, ist Ihnen die Tatsache noch nicht bekannt, dass wir erst in den letzten Tagen ein Terrain gekauft haben. Dass wir für den Nationalfonds kein Land kaufen, erklärt sich daraus, dass wir bis jetzt die rechtlichen Formen nicht gefunden haben. Herr Pasmanik sprach darüber, dass wTir in Palästina Vertrauensmänner haben müssen. Ihm antwortete ich: Selbstverständlich haben wir unsere Vertrauensmänner, denn könnten wir in Palästina von Berlin aus praktisch arbeiten, wenn wir nicht unsere Vertrauensmänner dort hätten? Und dass diese Vertrauensmänner etwas wert sind, beweisen die Ergebnisse unserer Arbeit. Herr Pasmanik hat uns mitgeteilt, dass verschiedene Personen in Palästina mit uns nicht zufrieden sind. Wahrscheinlich gibt es auch hier Personen, die mit uns nicht zufrieden sind. Wir können nur wünschen, dass man in Zu-