Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 236)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 238 — richtet habe, geändert. Diese beiden Punkte sollen nach der von uns gemeinsam gemachten endgültigen Fassung folgendermassen lauten: Punkt 3: „Kulturelle und ökonomische Organisation und Hebung der palästinischen Judenheit durch Heranziehung von neuen intellektuellen Kräften". Der Schluss dieses Passus soll lauten: „Der VII. Zionistenkongress lehnt jede planlose, unsystematische und philanthropische Kleinkolonisation, die nicht in den Rahmen des Punktes i des Basler Programmes fallen würde, ab." Ich bitte Sie, diese beiden Aenderungen anzunehmen. Vizepräsident Dr. Kohan-Bernstein (gibt die russische Uebersetzung). Vizepräsident Dr. Alex. Marmorek (gibt die französische Uebersetzung). Del. Dr. Magnes (übersetzt in das Englische). Präsident Dr. Nord.au: Der hohe Kongress hat von dem Antrage in seiner neuen Fassung Kenntnis genommen. Wir können nunmehr zur Abstimmung über den Antrag schreiten. Generalredner scheinen mir in diesem Falle überflüssig, da der Antrag in seiner jetzigen Fassung das Ergebnis einer Einigung ist. Ich glaube, es ist jeder Richtung Rechnung getragen. Ausserdem bitte ich Sie, die Tatsache nicht aus den Augen zu verlieren, dass wir unter keinen Umständen länger als bis morgen 10 Uhr abends sitzen können. . Nachtsitzungen sind von der hiesigen Behörde nicht gestattet worden. Wir stehen also vor der Notwendigkeit, heute abends und morgen im Laufe des ganzen Tages sämtliche Punkte der Tagesordnung erledigen zu müssen; denn wenn wir dies nicht getan haben, geht der Kongress teilweise unverrichteter Dinge auseinander. Unter diesen Umständen lege ich es den Generalrednern nahe, auf das Wort zu verzichten. Del. Svrkin hält eine Rede in hebräischer Sprache. (Lebhafter Beifall.) Präsident Dr. Nordau: Der Herr Redner hat das Präsidium beschuldigt, dass es die Mitglieder des Kongresses als Stimmvieh betrachte. Ich weise diesen Vorwurf mit aller Entschiedenheit zurück. Sie haben genug Gelegenheit gehabt, zu sprechen, sehr viel zu sprechen, vielleicht zu viel zu sjDrechen. Wenn der Herr Redner, der dem Präsidium diesen Vorwurf gemacht hat, ihm die wundertätige Kraft Josuas verleihen könnte, die Sonne zum Stillstand zu verhalten, könnte er solange reden, als es ihm beliebt. Aber wenn er das Wunder Josuas nicht erneuen kann und der Sonne nicht geboten hat, dass sie nicht untergehe, stehen wir vor materiell Unmöglichem. Das Präsidium hat Sie auf diese Tatsache aufmerksam zu machen. An Ihnen liegt es, so zu handeln, dass Sie mit den gegebenen Verhältnissen .fertig werden, dass Sie innerhalb der uns zur Verfügung stehenden Zeit zu den Beschlüssen gelangen, ohne die der Kongress teilweise resultatlos wäre. (Lebhafter Beifall.) Ich schlage jetzt dem Kongresse nochmals vor, diesen Antrag durch Annahme oder Ablehnung zu erledigen. (Zustimmung.) Wer dafür ist, dass der Ihnen in 3 Sprachen vorgelesene Antrag Ussischkin mit den mit Herrn Dr. Marmorek vereinbarten Abänderungen angenommen werde, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe.