Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 196)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 198 — Gesellschaft mit 25000 Mark1, wofür sie die Zusicherung erhielt, dass auf der Baumwollstation, die zunächst in der kilikischen Ebene gegründet werden soll, jüdische Arbeiter im Baumwollbau ausgebildet werden sollen. (Beifall.) Angesichts der von uns parallel in Palästina unternommenen Baumwollkulturversuche ist wohl die Bedeutung einer solchen Beteiligung seitens unserer Bank einleuchtend. 14. Einer ganz anderen Natur ist die von der Kommission in Vorbereitung begriffene „Gesellschaft zur Einführung' jüdischer Hausindustrien und Kunstgewerbe in Palästina4', die unter dem Namen „Bezalel" durch die jüdische Presse bekannt geworden ist. Diese Gesellschaft, die, wie aus ihrem Namen ersichtlich ist, die Schaffung von neuen Erwerbsmöglichkeiten für die städtische und ländliche Bevölkerung zum Ziele hat,, wird zweifelsohne einen kolossalen Einfluss sowohl auf die wirtschaftliche Lage, wie auf die Moralität der palästinischen Juden haben. Dieses Werk, welches seit einer Reihe von Jahren von dem Ihnen allen bekannten Bildhauer Professor Boris Schatz vorbereitet wird, wird in diesem selbst den berufensten und tüchtigsten Meister finden. Wie Ihnen aus den Publikationen der Gesellschaft „Bezalel'4 bekannt ist, begibt sich Prof. Schatz demnächst nach Palästina, um mit der Ausführung des Werkes zu beginnen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) 15. Endlich werden von der Kommission Erkundungen zwecks Bildung von Transport- und Bergwerksunternehmungen in Palästina gemacht. Der Charakter dieser Arbeiten gestattet vorläufig nicht, ausführlicher auf sie einzugehen. c) Wir gelangen schliesslich zur letzten Gruppe der wirtschaftlichen Unternehmungen unserer Kommission, als da sind: 16. Die Organisationsarbeiten für die Gründung einer Farm für die Kischenewer Waisen. Für diese Farm wurde ein passendes Terrain bereits ausgesucht und erworben. 17. Die Institution einer Oelbaumspende, die, wie es Ihnen allen bekannt ist, den Zweck verfolgt, auf den vom Nationalfond erworbenen Ländereien, die sich speziell für die Pflanzung von Oelbäumen eignen, solche anzubauen. Diese Idee fand bis jetzt leider nur bei einem Teil der zionistischen Welt den gewünschten Anklang. Es haben sich speziell die deutschen Gesinnungsgenossen für den Vorschlag interessiert, während er mangels einer geeigneten Organisation ausserhalb Deutschlands wenig Ausbreitung gefunden hat. Bis jetzt wurden annähernd 1500 Bäume gespendet, und wir werden in der Lage sein, im Laufe des kommenden Winters die erste Pflanzung, auf einem dem Nationalfonds von einem Gesinnungsgenossen,