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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 191

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 191 (sequence 189)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2401-3478540
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— 191 einer Palästinakommission, so wie wir eine Kommission zur Beratung des Organisationsstatutes eingesetzt haben. Diese Kommission soll Anregungen geben, Vorschläge machen und dem Kongresse vorlegen. Wenn wir, ohne diesbezüglich positive Arbeit geleistet zu haben, die jedenfalls fruchtbringend sein würde, von hier weggehen, werden wir einen sehr schweren Stand haben. Architekt Oskar Marmorek: Meine Damen und Herren! Wir haben solche Palästinakommissionen schon auf verschiedenen früheren Kongressen gehabt, und es hat sich ergeben, dass sie zwecklos sind. In den zwei Tagen, die der Kongress noch beisammen bleiben kann, sind so viele andere Geschäfte zu erledigen, dass die Zeit hierzu kaum ausreichen wird. Wir haben ja die ständige Palästinakommission, die wohlorganisiert ist und eine zweijährige segensreiche Tätigkeit aufzuweisen hat. In ihrer Mitte sitzen Männer vom Fache. Anträge sind übrigens gar nicht eingelaufen. Worüber soll also diese . neue Palästinakommission eigentlich beraten? Sollten aber Anträge noch kommen, so bitte ich, sie nur unserer ständigen Palästinakommission zu überweisen, welche sie gewiss eingehend erwägen wird. Diese Anhäufung von Kommissionen gereicht jeder segensreichen Arbeit des Kongresses nur zum Schaden. Denn gewöhnlich werden dieselben Delegierten in verschiedene Kommissionen gewählt, und da man sich nicht zerreissen kann, hätte dies die Folge, dass einzelne Kommissionen oft gar nicht zusammentreten könnten. Infolgedessen bitte ich Sie, den Antrag Pasmanik abzulehnen. Berichterstatter Professor Dr. Warburg (mit lebhaftem Beifalle und Händeklatschen begrüsst): Meine Damen und Herren! Auf den Antrag der deutschen Landsmannschaft wurde bekanntlich auf dem VI. Kongress eine Palästina-Kommission eingesetzt, bestehend aus drei Sachverständigen, deren Zweck in fünf Paragraphen festgelegt wurde. Neben der Errichtung einer landwirtschaftlichen und technischen Versuchsstation, sowie eines landwirtschaftlichen und technischen Auskunftsbureaus, einer medizinischen Untersuchungsstation und der Herausgabe einer Zeitschrift für Palästinakunde, war der in § i festgelegte Hauptzweck: Die wissenschaftliche und praktische Erforschung Palästinas und der für diese in Betracht kommenden Länder in wirtschaftlicher, technischer, rechtlicher und geographischer Beziehung. Bezüglich der Organisation der Kommission war die wichtigste Bestimmung, dass sie ihre Aufgaben selbständig durchzuführen und dem A. C. Bericht zu erstatten hat, und ferner, dass sie bei Beratung und Beschlussfassung über Angelegenheiten der Palästina-Kommission im A. C. und den Jahreskonferenzen mit beratender Stimme hinzuzuziehen ist. Von Bedeutung ist noch der Beschluss, dass die Kommission für zwei Jahre ein Budget von jährlich mindestens 15000 Fr. erhält, sobald die unentbehrlichen laufenden Ausgaben gedeckt sind, aber nicht, bevor die Schekeleinzüge zur Deckung der unentbehrlichen laufenden Bedürfnisse hinreichen. Dass nicht nur zur Errichtung der verschiedenen Institute

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