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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 190

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 190 (sequence 188)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 190 — Dieser Antrag erscheint per acclamationem angenommen. Weiter ist mir von den Herren Litman Rosenthal (Bialystok) und einer Anzahl anderer Delegierter folgender Antrag übergeben worden: „Wir beantragen, dass sofort nach den Referaten der Herren Professor Dr. Warb u r g und Dr. Soskin über die Bank gesprochen, werden soll." Ich muss hierzu bemerken, dass die Tagesordnung des Kongresses vom A. C. festgestellt worden ist und dass dagegen keine Einsprache erhoben wurde. Wir können sie jetzt nicht mehr ändern. (Del. Litman Rosenthal: Aber Sie können darüber abstimmen lassen!) Gut, ich werde abstimmen lassen. Vizepräsident Temkin übersetzt den Antrag Rosenthal ins Russische. Del. Ussischkin (russisch) spricht sich gegen den Antrag aus. Del. L. Rosentlial: Wenn Herr Ussischkin meint, dass wir jetzt über die Palästinafrage diskutieren sollen und erst später über die Bankfrage, so bemerke ich, dass die "Sitzung der Bank morgen um io Uhr stattfinden soll. Es könnte dann also die Diskussion über die Bank am Kongresse erst nach der Banksitzung stattfinden. Ich überlasse es der Verantwortung des Kongresses, dass Beschlüsse von der Bankversammlung gefasst werden ohne vorherige Zustimmung des Kongresses. Vizepräsident Kolian-Bernstein: Wir werden jetzt abstimmen. Wer für den Antrag Rosenthal ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist a b g e 1 e h n t. Zu einer kurzen Erklärung im Namen der „politischen Zionisten" wünscht Herr Dr. Sloustsch das Wort. Del. Dr. Sloustsch: Als Mitglied des Permanenzausschusses, das von der ,,politischen" Gruppe dorthin entsandt wurde, muss ich erklären, dass, nachdem die Gruppe bekanntlich einen Protest gegen die Kompetenz des Kongresses eingebracht hat, ich mich nicht mehr als Delegierter der Gruppe der „politischen Zionisten" im Permanenzausschusse ansehen kann. Ich muss ferner, da Gerüchte über die Haltung der Mitglieder der „politischen" Gruppe zirkulieren, erklären, dass die „politischen Zionisten" meines Wissens treu dem Basler Programme und den Beschlüssen des Kongresses bleiben und den gesetzlichen Beschlüssen : des Kongresses keinen Widerstand leisten werden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Magnes: Verehrter Kongress! Ich habe mir das Wort zu einer Interpellation an das Präsidium erbeten. Ich möchte nämlich das Präsidium bitten, Herrn Dr. S o s k i n das Wort darüber zu erteilen, ob mit Ei-Arisch noch etwas anzufangen wäre. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Pasmanik: Verehrter Kongress! Bis jetzt haben wir wohl eine Hauptarbeit geleistet, die aber nur negativer Natur ist. Es handelte sich darum, die furchtbare Krise zu überwinden. Jetzt aber müssen wir auch positive Arbeit leisten, und die kann für uns nur in der Palästinaarbeit liegen. Wir haben darüber wohl zwei Vorträge gehört, ich möchte aber, dass es nicht bei den Vorträgen bleiben soll. Ich stelle daher, folgenden Antrag: „Es ist aus der Mitte des Kongresses sofort eine Palästinakommission zu wählen, die die verschiedenen hier gemachten Anregungen und vielleicht auch die Resolution, die über die Realarbeit in Palästina von einer Gruppe der hier Anwesenden ausgearbeitet worden ist, zu beraten und zu prüfen und darüber dem Kongresse Bericht zu erstatten und Anträge vorzulegen hätte, damit winden Kongress nicht ohne positive Resultate verlassen müssen. (Lebhafter Beifall.) Ich bitte daher das Präsidium, den Permanenzausschuss einzuladen, die Vorschläge bezüglich der Palästinakommission uns so bald als möglich zu erstatten. (Rufe: Wir haben ja eine Palästinakommission!) Ja, aber nur die ständige Palästinakommission. Ich wünsche die Einsetzung

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