Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 178)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 180 — jüdische Angelegenheiten existieren, diejenigen aber, welche künftig entstellende Nachrichten bringen, werden nicht mehr guten Glauben vorschützen können. Diesen Vorschlag lege ich dem Kongresse ganz besonders ans Herz. Es wird dieses Bureau von vornherein in allen Orten der Welt in den Vertrauensmännern eifrig interessierte Akquisiteure besitzen. Mit der Einrichtung dieser Korrespondenz werden wir nicht nur unserer Bewegung einen gewaltigen Nutzen verleihen, sondern alle jüdischen Interessen unterstützen und uns die Grossmacht Presse selbst, — eine Grossmacht, die gewiss nicht zu vernachlässigen ist, —■ zu Dank verpflichten. Die Anregungen, die für Propaganda und x^gitation hier gegeben wrerden, tragen notwendig den Charakter grosser Allgemeinheit an sich. Die Bedürfnisse in den einzelnen Ländern sind allzu verschieden, als dass sehr vieles gemeinsam geregelt werden könnte. Glauben wir aber nun nicht, dass das Feld für diese Werbetätigkeit irgend wie kleiner sei, als überhaupt das Gebiet unserer Arbeit. Es ist auf einem früheren Kongresse einmal gesagt worden, dass im Osten die Agitation für unsere Idee nicht so notwendig sei, wie im Westen. Das ist grundfalsch I Unsere nationale Idee, unsere grossen Voraussetzungen freilich brauchen wir im Osten nicht zu predigen, wohl aber müssen wir dort vielfach für die Notwendigkeit, für unsere Palästinaarbeit rechtliche Garantien zu schaffen, eintreten, und für die Vorbedingung aller Erfolge, für die einige, starke Organisation, für das Prinzip unbedingter Parteidisziplin und Programmtreue Sympathie erwecken. Je mannigfaltiger die Propagandatätigkeit sich gestaltet, desto stärker wird die Notwendigkeit, Garantien für ihre Einheitlichkeit zu schaffen. Es handelt sich ja um eine Arbeit, die dereinst, wenn unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden, sich erübrigen wird, die aber allein allen unseren Arbeiten die volle Basis gibt; von ihr hängt es ab, welches Material dereinst zu dem Bau, den wir aufführen wollen, geliefert werden wird, von ihr der Bestand und die Tüchtigkeit des ganzen Werkes. Da ist es jetzt, da die schweren Zeiten unserer Anfangsperiode hinter uns liegen, jene Zeiten, in denen uns mit unvergleichlicher Schärfe, wie sie kaum wiederkehren wird, von allen Seiten entgegengetreten wurde, wo wir auf unbekanntem Gebiete uns mühsam den Weg bahnen mussten, wo aber auch der erste Impuls, die Begeisterungskraft der neuen Idee, — wo vor allem die herrlich ragende Gestalt unseres grossen Führers Werbekräfte unvergleichlicher Art waren, — da ist es jetzt unsere Aufgabe, durch das System zu ersetzen, was wir an hin-