Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 124)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 126 — hiermit richtig stellen, dass ich persönlich das ganze Jahr, vom Juli 1904 bis Juli 1905 literarisch, administrativ und redaktionell tätig war, ohne 5 Centimes für meine Arbeit zu bekommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Zwischenrufe.) Ich verstehe ganz gut die Verbitterung dieser Herren, weil die ..Jüdische Zukunft" viel dazu geholfen hat, dass diese Herren in solche Minderheit gekommen sind. Ich habe geschlossen. Berichterstatter Percy Baker: Verehrter Kongress! Im Namen des Legitimationsausschusses habe ich die Ehre, über dessen Arbeit Bericht zu erstatten. Wir haben die einzelnen Wahlakten, Mandate und eingelaufenen Proteste geprüft und müssen leider konstatieren, dass eine Anzahl Informalitäten betreffs einzelner Wahlen an einigen Orten vorgekommen sind. Teils ist es die Folge unricjhtiger Auslegung des neuen Organisationsstatuts, teils der Uebereifer in der Wahlagitation. (Aha! — Lebhafte Zwischenrufe.) Vizepräsident Dr. Alex. Marmorek: Ich bitte um Ruhe! Das interessiert doch den ganzen Kongress! Berichterstatter Percy Baker: Bei ersterem Punkte scheinen sich die Wähler auf Präzedenzfälle des früheren Organisationsstatuts gestützt zu haben, wo bei nur einer Hundertschaft auch Ueberschüsse von mehr als der Hälfte Schekelzahler das Recht zur Wahl eines weiteren Delegierten hatten. Wir empfehlen künftighin,, sich strenge an das Organisationsstatut zu halten, in dem Sinne, dass nur volle Zweihundertschaften einen Delegierten wählen dürfen. Wir bemerken, dass das neue Statut selbstverständlich alle früheren diesbezüglichen Bestimmungen aufhebt. Wir konstatieren gerne, dass mit nachahmenswerter Sorgfalt die Wahlen in der Schweiz, in Amerika und in England durchgeführt worden sind. Was die einzelnen Proteste anbetrifft, so wollen wir von vornherein bemerken, dass wir die erst während der Tagung des Kongresses eingelaufenen als verspätet nicht näher berücksichtigen konnten. (Hört!) Es scheint da und dort die Ansicht zu herrschen, dass Bestätigungen oder Annullierungen von Mandaten durch das A. C. vorgenommen werden können. Wir betonen ausdrücklich, dass das nicht der Fall ist, dass vielmehr die einzige Instanz, der dieses Recht ztusteht> der Legitimationsaussohuss, d. h. der Kongress ist. Die Ausfüllung der Wahlprotokblle lässt an vielen Orten sehr viel zu wünschen übrig. Wenn t. B. solche Wische (der Redner hält ein ungefähr 50 cm grosses Blättchen in die Höhe) mit Bleistift geschrieben ohne Datum etc. als Wahlprotokblle abgegeben werden (Heiterkeit), so könnte das schon mehr als