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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 82

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 82 (sequence 80)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 82 — eine Mehrheit oder nicht? Ehe dies klargestellt ist, kann man zu einer Beschlussfassung nicht übergehen. Von verschiedenen Seiten sind die Wahlen in Russland angegriffen worden, und solange nicht feststeht, dass diese Wahlen gerecht gemacht worden sind, kann das Präsidium von uns nicht fordern, dass wir uns der Mehrheit fügen, und es geht auch nicht an, in eine Debatte sich einzulassen. Ich verlange, dass eine Debatte eröffnet werde über die Erklärung, welche das Präsidium gestern über die Wahlen in Russland abgegeben hat. Präsident: Die Proteste, die beim Präsidium eingelaufen sind, wurden ordnungsmässig dem Legitimationsausschusse zugewiesen, und dieser wird, sobald er seine Arbeiten beendet haben wird, nicht verfehlen, hier Bericht zu erstatten. (Beifall.) Del. Dav. Trietscli: Meine Damen und Herren! Ich muss meinen vorherigen Antrag aufrecht erhalten, nachdem die Generalredner proportional nach den Anmeldungen zum Wort gewählt worden sind. Die Herren, die momentan in der Minderheit sind, werden auf diesen Proporzwahlmodus eingehen, denn Sie haben in diesen letzten Sitzungen, wo Ihnen dies recht schien, selbst die Proportionalwahl beantragt. Es geht auch nicht an, dass wir es anders machen, denn es ist ja sonst möglich, dass, wenn 10 Redner pro und 100 contra eingeschrieben sind, man sich auf 10 von jeder Seite einigen würde, so dass von der einen Seite ein Zehntel, von der anderen Seite alle Redner zum Worte kämen. Das geht nicht an, darum muss ich darauf bestehen, dass mein eingereichter Antrag ordnungsgemäss zur Abstimmung kommt. Präsident: Dieser Antrag kann nicht zur Abstimmung gelangen; er ist, da die Zione Zion auf jede Proportionalität verzichten, gegenstandslos. Sie können einer Partei nicht mehr Rechte zugestehen, als sie selbst in Anspruch nimmt. Del. Trietsch: Dann bitte ich um die Erlaubnis, meinen Antrag zu modifizieren. Wenn die Herren von der Partei der Zione Zion sieht bereit erklärt haben, ihre Liste zurückzuziehen und nur 6 Generalredner zu haben, so würde das bei einer angegebenen Rednerzahl von ungefähr 75 einer Zahl von 2 Generalrednern auf der anderen Seite entsprechen. Ich habe nicht gemeint, dass nur 8 Generalredner sprechen sollen, aber es soll das proportionelle Verhältnis aufrecht erhalten werden. Wenn der Zione Zion 6 Redner hat, so soll die gegnerische Partei nur 2 haben, entsprechend der Proportionalität. Wir erreichen dadurch, dass wir den wenigen Rednern eine längere Zeit zum Sprechen gewähren können, aber wir müssen meiner Meinung nach unbedingt darauf achten, dass diese spezielle Tagung des Kongresses ihr Pensum erledigt. Wenn wir bis heute abend den Uganda- Kongress erledigt haben wollen, so müssen wir die Redezeit bestimmen. Wir müssen meiner Ansicht nach heute mit diesem Punkte zu Ende kommen, und es ist auch Zeit, dass wir zu Ende kommen. (Beifall.) Del. Dr. Deiches: Ich halte meinen Antrag aufrecht. Del. Dr. Bodenheimer: Und ich den meinigen! Del. Dr. Syrkin: Meine Damen und Herren! Ich möchte in einigen Worten den Antrag des Herrn C h a s a n präzisieren. Von Seiten der Minderheit wird eine ganze Anzahl von Mandaten beanstandet. Wenn der Kongress zu einem prinzipiellen Beschlüsse über die Ostafrika-Frage kommt, so muss die Sicherheit vorhanden sein, dass die Majorität eine wirkliche Majorität und nicht eine auf irgend welche unparlamentarische Art zustande gekommene Mehrheit ist. Ich würde darum vorschlagen, dass man jetzt in der Diskussion fortfährt, dass man sich aber den Beschluss bis zu dem Moment vorbehält, bis

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