Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 63)
- Language
- German, English, Hebrew
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65 Mittel zur Aussendung der Kommission aufzubringen, was sofort grosse Schwierigkeiten verursachte; zwar war Dr. H e r z 1 im Besitz einer Art von Versprechen aus Südafrika, bezüglich Fonds, die für die Kommission genügt hätten, aber es wurde nichts daraus. Ebensowenig wurde etwas aus dem Versuch, den ich in London machte, ein kleines Syndikat zu bilden zur Ausrüstung der Kommission, in dem die Absicht bestand, dass die Beisteuernden zusammen mit dem Jewish Colonial Trust einen Anteil an dem Nutzen der eventuellen Konzession haben sollten. Die wohlhabenden Leute, an die ich mich wandte, begegneten mir mit gemischten Gefühlen. Die Gewinnchance des Projektes überwog nicht das Unbehagen, mit einem zionistischen Plan verknüpft zu werden, der auf der Anerkennung* der nationalen Existenz unseres Volkes beruhte, während die Vorsicht, mit der sie stets an jedes Geschäft heranzutreten pflegen, ihnen einen Plan verdächtig machte, an den die Zionisten nicht mit ihren eigenen Fonds herantreten wollten. So blieb die Sache bis zum Herbst 1903. Dann kam Charkow und die starke Agitation gegen den Plan, und eben diese war es, die Dr. Herzl veranlasste, eine beträchtliche Modifikation des Anerbietens des Britischen Gouvernement zu erwirken. Anstatt die Kommission auszusenden, um die Regierung '■>ei dem Aussuchen eines passenden Territoriums zu unterstützen, wurde er beauftragt, die Regierung zu ersuchen, selbst das Territorium zu bestimmen. Ich gestehe ein, dass das ein Fehler war und dass der volle Wert des Anerbietens der britischen Regierung dadurch verloren ging, und ich ging so weit, es Dr. Herzl nahe zu legen, dass er, wenn er nicht imstande zu sein glaubte, das ursprüngliche Anerbieten anzunehmen, es besser für den Moment fallen lasse, um später an die Regierung heranzutreten, wenn er die Kraft dazu gewonnen und die öffentliche Meinung dahin organisiert haben würde. Aber aus verschiedenen Gründen war Dr. LI e r z 1 ausserstande, meinem Rate zu folgen, und demgemäss trat ich an die britische Regierung in dem Sinne, in dem er es wünschte, heran. Das Resultat war, dass am 25. Januar vorigen Jahres die Regierung uns nach der Beratung einiger Abänderungen formell die 5000 Quadratmeilen in dem Guas Ngischu Plateau anbot. Dieser Vorschlag wurde dem Aktionskomitee am Anfang des verflossenen Jahres vorgelegt und es wurde beschlossen, eine Kommission hinauszusenden, um dies Gebiet zu untersuchen. Aber noch immer fehlten uns die Mittel für die Kommission, da nur eine kleine Summe von zirka 160 Lstr. ^zusammengebracht war.