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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 21

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 21 (sequence 19)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Zeichnung.als eine schwere Pflicht, die Sie mir auferlegen. Ich glaube indes mich ihr diesmal, trotz des drückenden Bewusstseins meiner Unzulänglichkeit, nicht entziehen zu dürfen. Ich habe weder den Ehrgeiz noch die Hoffnung, meinen Vorgänger vergessen zu machen. Mein ganzes Streben ist darauf gerichtet, Ihre Beratungen in. seinem Geiste zu leiten, ihnen die Würde zu wahren, die sie bisher ausgezeichnet, dieser Versammlung den hohen parlamentarischen Charakter zu erhalten, den Herzl ihr von allem Anbeginn zu geben gewusst'hat. Ich bitte Sie nur, mich darin zu unterstützen, wie Sie unsern toten Führer unterstützt haben. Kein Kongress hat so grosse Aufgaben zu bewältigen gehabt wie dieser. Ihren Beschlüssen vorzugreifen habe ich kein Recht. Ich überschreite aber meine Befugnis nicht, wenn ich schon jetzt auf ihre aussergewöhnliche Wichtigkeit hinweise. Herzls Tod hat über den Zionismus eine schwere Krisis heraufbeschworen. Wir hatten uns alle daran gewöhnt, ihn allein für uns denken und handeln zu lassen, und als er uns plötzlich fehlte, waren wir wie enthauptet. Es rächte sich an uns, dass war alle Arbeit und Verantwortlichkeit einem einzigen aufgehalst hatten. Aber es ist Zeit, dass wir uns fassen und zur Selbsttätigkeit aufraffen. Die Gegner unserer Bewegung haben frohlockt, mit Herzl sei auch der Zionismus gestorben. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie sich geirrt haben. Wir müssen der Welt beweisen, dass der Zionismus nicht die Bewegung eines Mannes ist, dass er nicht auf zwei Augen steht. Sie werden die Organisation unserer Bewegung der durch Herzls Tod geschaffenen neuen Lage anzupassen haben. Im Innern unserer Gemeinschaft sind Spaltungen entstanden, die ihre Einheit schwer bedrohen. Selbst einig sind wir ja noch ach! so schwach. Wenn wir nun auch noch zerklüftet sind und in unfruchtbarem Hader gegeneinander unsere geringen Kräfte verbrauchen, sind wir zu vollkommener Ohnmacht verurteilt. Feindliche Parteien innerhalb des Zionismus bedeuten seinen nahen Selbstmord, nicht mehr und nicht weniger. Seit dem letzten Kongress ist von Männern, die sich selbst als Zionisten bezeichnen, unser Programm in Frage gestellt worden. Sie werden sich unzweideutig zu äussern haben, ob das Baseler Programm noch immer der feste Boden ist, auf dem wir sicher stehen, oder ob Sie sich anschicken, ihn mit einem Fusse oder beiden Füssen zu verlassen. Aufrichtigkeit gegen uns und gegen die anderen ist das ursprünglichste Gebot der Rechtschaffenheit. Das jüdische Volk und

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