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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 336

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 336 (sequence 337)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--2180-3478318
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Del. Sokolow: Die zur Untersuchung der gegen Herrn Davis T r i e t s c h vorgebrachten Beschuldigungen nominierte Kommission hat ihre Arbeiten bisher nicht beenden können und ist derzeit noch nicht in der Lage, sich in einer der schwebenden Angelegenheiten gegen die eine oder andere Seite zu entscheiden. Sie wird ihre Untersuchung weiterführen und die Ergebnisse in geeigneter Weise zur Kenntnis der zionistischen Oeffentlichkeit bringen. Präsident Dr. Herzl: Es ist noch eine Anzahl von Rednern gemeldet, denen ich in dieser Stunde nicht mehr das Wort geben kann, weil wir den Kongress unbedingt mit dem Eintritt der Sabbatruhe schliessen müssen. Ich will von den rückständigen Anträgen nur noch die des Organisations-Ausschusses erwähnen und schlage Ihnen vor, da&s Sie alle Anträge zur Beschlussfassung dem grossen A.-C. übergeben mit Ausnahme des ersten, welcher die Vermehrung der Wähler in den Ortsgruppen beantragt von 100 auf 200. (Rufe: 300.) Ich kann jetzt unmöglich noch etwas anderes tun, als den Antrag der Kommission vorzubringen. Es wird Ihnen dann anheim gegeben sein, auf dem nächsten Kongress, wenn sich die Zahl unserer Gesinnungsgenossen in so erwünschter Waise weiter vermehrt, auch eine Vermehrung der Zahl der Wähler in den Gruppen zu beschliessen. Jetzt kann ich nur den Antrag der Kommission zur Abstimmung bringen, während ich die übrigen Anträge dem grossen A.-C. zu überlassen bitte. Del. Syrlcin: Ich verstehe nicht . . . Präsident Dr. Herzl: Die Anträge sollen dem grossen A.-C. übergeben werden mit Ausnahme des ersten Antrages, welcher die Vermehrung der Wähler in den Ortsgruppen von 100 auf .200 bezweckt. Del. Syrlcin: Dazu möchte ich das Wort. Präsident Dr. Herzl: Ich kann Ihnen, Herr S y r k i n, bei aller Vorliebe für Ihre oppositionellen Reden nicht das Wort erteilen. Del. Syriern: Ich bedauere sehr, dem Kompliment unseres Freundes Herzl in diesem Falle nicht entsprechen zu können. Ich betrachte gerade diesen Punkt als einen in organisatorischer Beziehung für uns äusserst wesentlichen und würde allen Kongressmitgliedern davon abraten, jetzt, in einigen Minuten vor Schluss des Kongresses, einen derartigen wichtigen Antrag, welcher unsere ganze Organisation verändern kann, hier anzunehmen. Das ist rein unmöglich, class wir hier unser Wahlsystem, welches unserer ganzen Organisation zu Grunde liegt, in einem einzigen Augenblick verändern. (Lärm und Widerspruch.) Das kann man nicht. Das ist eine Veränderung der ganzen Organisation; ich bestehe darauf, dass es die reine Unmöglichkeit ist. Präsident Dr. Herzl: Das ist eine Frage, über die man eine sehr grosse Debatte führen kann.

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